28.05.2013, 16:08 Uhr | tg (CF)
Ob Sie spezielles Babywasser oder Leitungswasser für Ihr Baby verwenden sollten, lässt sich häufig nur am Einzelfall beurteilen. Grundsätzlich gilt: Leitungswasser aus Deutschland gehört zu einem der am schärfsten kontrollierten Lebensmittel. Völlig sorglos sollten Sie allerdings nicht mit dem Wasser aus der Leitung umgehen.
Allgemein lässt sich festhalten: Deutsches Leitungswasser ist größtenteils unbedenklich, Sie müssen nicht in jedem Fall auf Babywasser zurückgreifen. Es gibt aber Einschränkungen, die Sie beachten sollten, bevor Sie Ihrem Baby Wasser aus der Leitung zu trinken geben oder damit Babynahrung zubereiten. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sollten Sie kein abgestandenes Wasser direkt aus der Leitung nehmen.
Tipp: Lassen Sie den Hahn einige Zeit laufen. Mindestens bis es eine gleichbleibend kühle Temperatur hat. Um hier nichts zu verschwenden, können Sie das Wasser zum Beispiel auffangen und zum Gießen von Blumen verwenden.
elter.-tonline.de: Babynahrung: Trinkwasser immer frisch zapfen
In Ihren Leitungen und Wasserhähnen können sich allerdings auch Keime und Krankheitserreger gebildet haben. Damit diese abgetötet werden, sollten Sie das Wasser abkochen. Im ersten Lebensjahr Ihres Babys sollten Sie das Wasser also mindestens zwei bis drei Minuten kochen. Das funktioniert etwa auf dem Herd besser als im Wasserkocher, denn dieser schaltet sich frühzeitig und automatisch ab. Natürlich können Sie auch hier Energie sparen: Kochen Sie gleich auf Vorrat ab und bewahren Sie das Wasser beispielsweise in einer Thermoskanne auf. (Babyfläschchen richtig zubereiten)
Das Aufkochen befreit Ihr Leitungswasser allerdings nicht von einer eventuellen Verunreinigung mit Schwermetallen. Von Region zu Region, oder sogar schon von Brunnen zu Brunnen kann diese Belastung unterschiedlich ausfallen. Sie können bei Ihrem heimischen Wasserversorger nachfragen, wie hoch die Belastung bei Ihnen zu Hause ausfällt. Spezielles Babywasser stellt eine Alternative zum Leitungswasser dar. Sie sollten aber darauf achten, dass das Produkt Ihrer Wahl mit dem Gütesiegel „Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ versehen ist.
28.05.2013, 16:08 Uhr | tg (CF)
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