03.04.2013, 09:44 Uhr | aw (CF)
Eltern entwickeln die abenteuerlichsten Rituale, wenn ihr Baby nicht schlafen kann. Es sollte sich jedoch nicht daran gewöhnen, nur im Beisein der Eltern einzuschlafen. Denn dann wird nicht nur das Einschlafen zum Problem, sondern auch das Durchschlafen.
Gerade bei Paaren, die ihr erstes Baby bekommen haben, sind Fehler nicht ungewöhnlich. Dies betrifft unter anderem auch die Situation, dass das Baby nicht schlafen kann – oder will. Die Ursachen dafür sind zahlreich: Beispielsweise wollen junge Eltern nicht, dass der Nachwuchs in einem abgedunkelten Zimmer schläft, allerdings kommt es so zu einer Reizüberflutung. Oder das Kind bleibt zu lange wach, sodass es ihm später schwerfällt, überhaupt einzuschlafen oder zumindest lange durchzuschlafen. Doch was ist daran falsch, jeden Abend ununterbrochen am Kinderbett zu sitzen, wenn das Baby nicht schlafen kann – oder aber es in den Schlaf zu wiegen? (So werden Sie mit Schlafproblemen fertig)
Babys müssen lernen, allein einzuschlafen (Quelle: JuNiArt/imago)
eltern.t-online.de: Schlafen im Elternbett: Bis zu welchem Alter
Eltern begehen einen großen Fehler, wenn sie nicht akzeptieren, dass ein Baby auch ohne sie einschlafen kann. Wenn Sie als Eltern dem Drängen des Kindes nachgeben und es immer auf dem Arm halten, bis es eingeschlafen ist, oder sich zu ihm ins Bett legen, dann gewöhnt es sich an Ihre Anwesenheit. Das bedeutet, dass es künftig von Ihnen erwartet, dass Sie beim Einschlafen immer anwesend sind – und das entwickelt sich zu einem Problem, das auch das Durchschlafen betrifft.
So erklärt Psychologin Anette Kast-Zahn in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung": "Jedes Kind wacht in der Nacht mehrmals auf und prüft im Halbschlaf, ob alles in Ordnung ist. Das ist ganz normal. In Ordnung heißt für das Kind aber, dass alles so ist wie beim Einschlafen." Wenn also eine Person fehlt, mit der das Baby eingeschlafen ist, wird es unruhig, kann nicht schlafen und fängt an zu weinen. Sie sollten daher frühzeitig hart bleiben und dem Baby die Möglichkeit geben, alleine einzuschlafen. (So gelingt der ruhige Schlaf)
Das sollte Sie aber natürlich auch nicht davon abhalten, nachts nach Ihrem Baby zu schauen, wenn es aufwacht und weint. Für das Kind ist es schon wichtig zu wissen, dass Sie in der Nähe sind – so ist es beruhigt. Kein Fehler ist es aber, wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Baby ein kleines Einschlafritual vollziehen. So können Sie dem Baby etwa eine Geschichte vorlesen oder kurz mit ihm kuscheln, bevor es schlafen soll. Dann sollten Sie das Baby auch alleine schlafen lassen. (Schlafprobleme beim Baby: Das könnten die Ursachen sein)
03.04.2013, 09:44 Uhr | aw (CF)
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