03.06.2013, 11:50 Uhr | is (CF)
Ein Kinderwagen für Jogger verspricht für viele sportliche Eltern, ihr Hobby mit dem Babyhüten zu verbinden. Dennoch gibt es Einschränkungen beim Laufen mit Buggy. Worauf Sie beim Kauf und Gebrauch achten müssen, lesen Sie hier.
Der dreirädrige Buggy, häufig auch als "Jogger" bezeichnet, wird aufgrund seiner leichten Bauweise und seines integrierten Zweifach-Bremssystems von vielen sportlichen Eltern als Kinderwagen zum Joggen genutzt. Das Online-Portal des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt jedoch davor, den Jogger als Sportgerät zu gebrauchen. Zwar seien die Räder größer und besser gefedert als bei einem anderen Kinderwagen, dennoch sei der Buggy für sportliche Aktivitäten nicht geeignet. Bei Unebenheiten besteht die Gefahr, dass der Wagen kippt oder das Kind durch zu starke Erschütterungen verletzt wird. (Kinderwagen neu kaufen - Darauf sollten Sie achten)
Sportlich in Form mit dem Kinderwagen für Jogger (Foto: imago)
Wer nicht auf die sportliche Ertüchtigung mit Baby verzichten will, sollte deswegen ein Modell mit guter Federung wählen. Außerdem sollte der Buggy weder scharfe Ecken oder Kanten noch lose Schnüre oder Schlaufen aufweisen. Insbesondere Kinderwagen für Jogger müssen besonders stabil sein. Ermitteln Sie den Schwerpunkt des Buggys. Er sollte nicht auf oder hinter der Hinterachse liegen, weil das Gefährt sonst leicht kippen könnte. Große Räder sind von Vorteil, um Unebenheiten besser auszugleichen.
Wenn Sie einen Kinderwagen für Jogger online kaufen wollen, gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen: Stutzig werden sollten Sie, wenn Hersteller- und Händlerangaben, Aufbauanleitungen, Warn- und Sicherheitshinweise oder Montage-Materialien fehlen oder nicht zum jeweiligen Buggy-Typ passen. Fragen Sie den Verkäufer – ob privat oder im Geschäft – nach dem Rückhaltesystem. Ein 4- oder 5-Punkte-Gurt oder eine Y-Form bieten mehr Sicherheit für das Kind als ein einfacher Beckengurt. In jedem Fall sollte ein Kinderwagen für Jogger das TÜV-Siegel aufweisen. (Kinderwagen: Welches Modell ist das richtige?)
Auch wenn die technischen Voraussetzungen für den sportlichen Ausflug mit Kinderwagen gewährleistet sind, sollten Sie beachten, dass die Wirbelsäule Ihres Kindes noch sehr weich und nicht gegen starke Erschütterungen gewappnet ist. Sobald das Kind den zwölften Lebensmonat erreicht, können Sie vorsichtig und langsam mit dem Laufen mit Kinderwagen beginnen. Fahren Sie möglichst auf ebenen Wegen und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und zu starkes Bremsen. Trennen Sie Jogging-Ausflug und Einkaufstour. Werden Gegenstände wie schwere Taschen an den Griff des Buggys gehängt, verändert sich sein Schwerpunkt und die Kippgefahr erhöht sich.
Ein Nachteil des sportlichen Gefährts ist, dass es mehr Platz als die meisten anderen Kinderwagenmodelle benötigt. Dies ist vor allem dann hinderlich, wenn man damit im Bus fahren oder durch ein enges Treppenhaus manövrieren will. Damit Sie den "Jogger" bequem transportieren können, sollte Ihr Auto mindestens die Größe eines Vans oder Kombis ausweisen. Die Luft in den Reifen ist regelmäßig nachzufüllen.
eltern.t-online.de: Das Baby am besten tragen: Kinderwagen, Trage oder Tuch?
03.06.2013, 11:50 Uhr | is (CF)
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