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Online-Adventskalender - Wie steht es um den Datenschutz?

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Online-Adventskalender: Wie steht es um den Datenschutz?

07.02.2012, 14:20 Uhr | fs (CF)

Online-Adventskalender liegen voll im Trend. Doch gerade bei Kindern sollten Sie aufpassen, dass sie bei Ihrem Streifzug durch das Internet nicht skrupellosen Datensammlern zum Opfer fallen.

Große Vielfalt – viele Datenabfragen

In den letzten Jahren häufen sich die Angebote von Online-Adventskalendern. Sie verlocken mit der Möglichkeit eines Sachgewinns hinter jedem Türchen oder mit virtuellen Belohnungen wie beispielsweise Klingeltönen oder Desktop-Hintergrundbildern für den Computer.

 

Keine Frage, dass diese Angebote vor allem auf die jungen Internetnutzer abzielen. Häufig müssen diese bei der Anmeldung viele private Daten preisgeben, so beispielsweise Vor- und Nachnamen, postalische Anschrift und in vielen Fällen auch die Telefonnummer.

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Wird am Ende noch unachtsam ein Häkchen neben der Verwendungseinwilligung für die Daten gesetzt, steht schon bald eine Werbeflut bevor: Die E-Mail-Adresse wird mit Werbespam bombardiert. In einigen Fällen folgen dann auch Call-Center-Anrufe auf dem heimischen Telefon.

Verbraucherzentrale äußert Bedenken

Im Rahmen eines Tests der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wurden 18 Online-Adventskalender auf Herz und Nieren geprüft. Fazit: Fast alle verlangen die Angaben privater Daten, was die Verbraucherschützer als unnötig erachten. Große Firmen nutzen die Unerfahrenheit der jungen Surfer aus und betätigen sich als regelrechte „Datenkraken“, so der Prüfungsbericht.

Für eine Gewinnbenachrichtigung würde eigentlich auch die Angabe der E-Mail-Adresse völlig ausreichen – gewinnt der Teilnehmer tatsächlich etwas, kann sich der Anbieter mit ihm über diese in Verbindung setzen und die postalischen Daten erfragen. Doch an diese Prämisse hält sich fast keiner der Anbieter. (Fallen im Internet – und wie Sie sie umgehen können)

Kinder gezielt sensibilisieren

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Teilnahme an einem Online-Adventskalender: Häufig sind die Angebote mit viel Liebe zum Detail gestaltet und grundsätzlich kinderfreundlich.

Im Hinblick auf die Datenfreigabe sollten Sie Ihr Kind jedoch ganz gezielt zur Vorsicht mahnen. Überprüfen Sie das jeweilige Internetangebot idealerweise vor der Teilnahme und vertrauen Sie insbesondere großen, bekannten Firmen, die in der Regel sorgsam mit den eingegebenen Daten umgehen.

 
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