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Helau und Alaaf: Herkunft und Bedeutung der Narrenrufe

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Regionale Unterschiede  

Bekannte Narrenrufe: Helau, Alaaf und Co.

16.02.2012, 17:44 Uhr | aw (CF)

Der Narrenruf ist hierzulande zu einem typischen Symbol im Karneval geworden. Ob dabei "Helau" oder "Alaaf" gerufen wird, hängt davon ab, in welcher Faschingshochburg man sich gerade befindet. Denn der Ruf ist stark regional geprägt.

Narrenrufe im Zusammenspiel mit dem Publikum

Die bekanntesten Rufe zum Karneval sind zweifelsfrei „Helau“ und „Alaaf“. Natürlich gibt es bestimmte Regeln, wie der Narrenruf zu handhaben ist. Er besteht normalerweise aus zwei Teilen, wobei die Vorlage als erster Teil zumeist die Stadt des Faschingsveranstalters nennt und vom Redner oder Ansager in das Publikum gerufen wird.

Bekannte Narrenrufe: Helau, Alaaf und Co.. "Alaaf" oder "Helau" macht einen erheblichen Unterschied (Quelle: dpa)

"Alaaf" oder "Helau" macht einen erheblichen Unterschied (Quelle: dpa)

Der zweite Teil ist der eigentliche Narrenruf und wird mit Inbrunst von allen anwesenden Karnevalisten wiedergegeben. Oftmals hört man den Narrenruf auch dreimal hintereinander. (Aschermittwoch: Der Beginn der Fastenzeit)

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Der Mainzer Karneval hört auf „Helau“

In der Faschingshochburg Mainz darf aus der Tradition heraus ausschließlich „Helau“ gerufen werden. Dieser Narrenruf entstammt der Sage nach der germanischen Mythologie in Form der Totengöttin Hel. Sie öffnete in der kalten Jahreszeit ihre Höllentür und so entstand der Ausdruck „Hel-auf“.

Mit der Zeit verschwand der letzte Buchstabe und der heutige Narrenruf „Helau“ blieb übrig. Aber diese Geschichte ist nicht der einzige Erklärungsversuch über die Entstehung von „Helau“ als Narrenruf. (Die Besonderheiten des Kölner Karnevals)

Köln feiert mit seinem „Alaaf“

„Kölle Alaaf“ schallt es während der fünften Jahreszeit durch die Faschingshochburg Köln und Umgebung. Bei der Herkunft des Namens ist man sich nicht sicher, ob der Narrenruf „Alaaf“ auf einem Trinkspruch aus dem Mittelalter oder auf der Übersetzung des altdeutschen Wortes für Maske basiert. Auch der altkölnische Begriff „all af“ für „alles ab“ oder „alles weg“ kommt in Betracht. „Alaaf“ ist heute besonders in der linksrheinischen Umgebung von Köln der Narrenruf der Wahl zum Karneval. (Was ist der "Elferrat"?)

Als verpönt gilt es, im Kölner Stadtgebiet „Helau“ zu rufen, denn dies ist auch der Narrenruf in Düsseldorf, zu dem man eine städtische Rivalität pflegt. Dort ein „Alaaf“ zum Besten zu geben, sollte man sich entsprechend ebenso tunlichst verkneifen.

Weitere verbreitete Narrenrufe sind „Ahoi“ in Norddeutschland, aber auch in Teilen Bayerns, „Hei-Jo“ in Berlin und unzählige weitere, die sich von Region zu Region unterscheiden. (Holen Sie sich den Karneval aufs Handy: Die besten Karneval-Apps)

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