15.05.2013, 16:25 Uhr | rk (CF)
Pfingstbaum und Maibaum – gibt es da überhaupt einen Unterschied? In der Tat liegt dieser vor allem im Namen. Beide lassen sich wohl auf denselben Ursprung zurückführen und sind mit einer Vielzahl an Bräuchen verknüpft, die sich von Region zu Region unterscheiden können.
Der genaue Ursprung des Maibaums ist bislang nicht eindeutig geklärt. Ein Ansatz lautet, dass sich dahinter ein germanischer Brauch verbirgt, bei dem der Baum die Fruchtbarkeit symbolisierte. Möglicherweise verehrten die Germanen Waldgottheiten, indem sie nach der Walpurgisnacht am 1. Mai einen geschmückten Baum aufstellten.
Im Zuge der Christianisierung wurden heidnische Bräuche häufig unterdrückt, und so wurde mancherorts aus dem Maibaum ein Marienbaum oder Pfingstbaum. Entsprechend variiert auch das Datum, an dem die dazugehörigen Bräuche begangen werden. (Bedeutung von Pfingsten: Warum wird es gefeiert?)
Bei einem der Bräuche dient der Maibaum Junggesellen als Liebesbeweis: Sie setzen ihrer Liebsten einen Maibaum beziehungsweise Maienstecken vor das Fenster oder die Tür. Laut einem Bericht der Deutschen Welle handelt es sich dabei meist um eine junge Birke oder Fichte, die zum Ärger vieler Förster häufig illegal in Wäldern geschlagen wird.
Damit die angebeteten Damen wissen, von wem der Liebesbeweis stammt, muss der Name des Baumstellers entweder im Holz eingraviert oder etwa auf ein Herz geschrieben sein, das am Pfingstbaum befestigt ist. Um sich die Schmach einer Absage zu ersparen, bringen die meisten oft schon vorher in Erfahrung, ob die Angebetete überhaupt Interesse hat. Denn nach einem Monat müssen Sie den Baum wieder abholen – bei dieser Gelegenheit erhält der Junggeselle in manchen Gegenden eine Einladung zum Essen, einen Kasten Bier oder auch einen Kuss. In Niedersachsen ist diese Tradition weit verbreitet, jedoch eher unter der Bezeichnung Pfingstbaumpflanzen bekannt. (Pfingstochse: Was hat es mit dem Brauch auf sich?)
Zu den wohl bekanntesten Bräuchen rund um den Mai- oder Pfingstbaum zählt das Maibaumstellen: In vielen Städten und vor allem Dörfern wird an einem zentralen Platz ein Mai- bzw. Pfingstbaum aufgestellt. Nicht selten wird der Baum vorher von den Bewohnern feierlich durch den Ort getragen, ehe er mit bloßer Muskelkraft oder mithilfe von schwerem Gerät aufgestellt wird. Dies ist nicht zuletzt abhängig von der Größe des Baumes: Ein Maibaum kann durchaus mehrere Tonnen wiegen.
Nicht zuletzt von der Größe hängt auch einer der weiteren Bräuche ab: So gehört es in vielen Regionen zur Tradition, dass die Einwohner benachbarter Dörfer versuchen, sich gegenseitig den Baum zu stehlen. Gelingt dieses Kunststück, muss der Baum wieder freigekauft werden. Das "Lösegeld" wird in der Regel in Form von Bier oder anderem Hochprozentigen gezahlt. Die Regeln beim Maibaumstehlen unterliegen regionalen Eigenheiten. (Pfingstbräuche: Alte Traditionen zum Fest)
15.05.2013, 16:25 Uhr | rk (CF)
Kommentare
/ 0Top Partner
Diesen Artikel...
Hier finden Sie Tipps und Hilfe zu den wichtigsten Themen. mehr
Neue Version: Beliebte Eltern-App hat ihr Angebot erweitert. Download
Schlafmangel hat schwerwiegende Folgen. mehr
Wann sich Labrador, Dackel, Schäferhund und Co. wohl fühlen und für wen sie sich eignen. Zur Fotoshow
Wir verraten Ihnen in unserer Fotoshow Wissenswertes rund ums Thema Gartenhecken. Zur Fotoshow
Lesen Sie, worauf es bei Erziehung und Freizeit Ihrer kleinen Schützlinge ankommt. Zur Fotoshow
Auch mit einem Kurzhaarschnitt können Sie sehr unterschiedliche Looks kreieren. Die Stars zeigen, wie das geht. mehr
Jetzt die neuen Kollektionen bei zalando.de entdecken - Versand gratis. zum Zalando-Special
Call & Surf: Internet-Flat und Festnetz-Flat. Jetzt 10% sparen! von Telekom
Mit Tiefpreisgarantie: Patronen für Canon-Drucker bereits ab 1,97 €. bei druckerzubehoer.de
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
S
T
U
V
W
Y
Z