11.02.2013, 16:49 Uhr | ae (CF)
Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können, wünschen sich oft eine Adoption. Doch um diese erfolgreich umzusetzen, ist viel Zeit und Geduld notwendig. Wer ein Kind adoptieren möchte, muss sich auf ein meist langwieriges Verfahren gefasst machen, das viele Monate oder auch Jahre andauert. Erfahren Sie im Folgenden, worauf es zu achten gilt.
Das sogenannte Adoptionsvermittlungsgesetz legt fest, wer hierzulande Kinder zur Adoption vermitteln darf. Möchten Sie ein Kind adoptieren, müssen Sie sich demnach an das für Sie zuständige Jugendamt oder an eine der Adoptionsstellen der Landesjugendämter wenden. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, auch von den Landesjugendämtern anerkannte Vermittlungsstellen zu kontaktieren, die Ihr Anliegen dann vermitteln.
Das Kindeswohl steht bei einer Adoption im Vordergrund (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Die jeweiligen Institutionen prüfen, ob Sie als Eltern für ein Kind infrage kommen. Der Adoptionseignungsbericht ist dabei das wichtigste Dokument, in dem die Ämter die wichtigsten Informationen über Sie vermerken, etwa wirtschaftliche Situation, Alter oder Charakter.
Bei diesem Eignungsverfahren spielen zum Beispiel das Alter und der soziale Status eine wichtige Rolle. So sollte laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch jeder, der ein Kind adoptieren möchte, mindestens 25 Jahre alt sein. Zwar gibt es für eine Adoption keine Obergrenze, doch sinkt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, ein Kind vermittelt zu bekommen.
Außerdem sollte das Paar seit mindestens zwei Jahren verheiratet sein und der Altersunterschied zwischen den Eltern und dem Kind möglichst nicht mehr als 40 Jahre betragen. Letzterer Wert ist allerdings nur eine Empfehlung, so die Expertin Birgit Zeller von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter in Mainz laut dem Internetportal "web.de". (Voraussetzungen für eine Adoption in Deutschland)
Weiterhin macht das Jugendamt auch Hausbesuche, um sich ein eigenes Bild von dem möglichen Zuhause eines Kindes zu machen. Möchten Sie ein Kind adoptieren, brauchen Sie natürlich auch ein Kinderzimmer. In Gesprächen versucht das Jugendamt weiter zu ermitteln, ob ein Paar eine stabile Beziehung führt und welche Vorstellungen von Erziehung bestehen.
eltern.t-online.de: Adoption: Adoptionsrecht, Voraussetzungen und Altersgrenze
Die Adoption eines Kindes in Deutschland ist kostenlos, doch sollten Sie mit Kosten für Führungszeugnisse, Beglaubigungen und Notare rechnen. Neben diesen Kosten sollten Sie aber vor allem eines haben: Geduld. Denn ein Bewerbungsverfahren kann hier mehrere Jahre dauern.
Schlägt die Vermittlungsstelle dann aber ein Kind vor und Sie nehmen an, bekommen Sie die Pflegeerlaubnis für das Kind zugesprochen. Bei diesem Status haben Sie allerdings noch nicht das Sorgerecht für das Kind. Dieses verbleibt noch bei den leiblichen Eltern, bis das Vormundschaftsgericht der Bewerbung zustimmt. Erst dann ist das Adoptionsverfahren beendet. Während der Pflegeerlaubnis haben Sie allerdings schon Anspruch auf Kindergeld, Elternzeit und Elterngeld. (Adoption: Voraussetzung und Kosten)
11.02.2013, 16:49 Uhr | ae (CF)
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