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Eltern werden trotz Behinderung: Tipps

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Eltern werden trotz Behinderung: Tipps

31.10.2012, 17:48 Uhr | je (CF)

Immer öfter wollen Menschen mit geistiger Behinderung heute Eltern werden. Weil sie den Behörden gegenüber noch mehr beweisen müssen, dass sie ihre Kinder gut versorgen können, sind Tipps für Betroffene wichtig.

Mehr Kinder behinderter Eltern in Deutschland

In Deutschland werden immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung Eltern. Derzeit leben in Deutschland rund 2.000 Kinder, die aus solchen Verbindungen hervorgegangen sind, so der Radiosender "Bayern 2" in einer Sendung zum Thema. Das ist eine vergleichsweise kleine Zahl, doch: Die Tendenz steigt, denn jedes Jahr kommen weitere 100 Kinder hinzu. Eine ermutigende Bilanz, wenn man bedenkt, dass es geistig behinderte Eltern im Alltag nicht gerade leicht haben: Sie müssen beweisen, dass sie ihre Kinder versorgen können, denn sonst droht das Jugendamt die Kleinen bei Pflegeeltern unterzubringen.

 

Eltern werden: Grundrecht für jeden

Zunächst gilt: Auf Basis der UN-Richtlinien über die Rechte behinderter Menschen dürfen Betroffene nicht sterilisiert werden. Ein solcher Eingriff ist strafbar. Im Sinne des Gleichberechtigungsgedankens gilt aber ebenso, dass gehandicapte Eltern an Grenzen stoßen können. Sollten wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein und Hilfsangebote dennoch nicht ausreichen, dann dürfen die verantwortlichen Behörden – wie auch bei Eltern ohne Einschränkung – Menschen mit geistiger Behinderung ihre Kinder entziehen.

Tipps für Behinderte, die Eltern werden wollen

Eltern werden ist nicht einfach, erst recht nicht für Menschen mit geistiger Behinderung. Deshalb ein Tipp, sollte dieser Schritt gewagt werden: Es besteht die Möglichkeit bei Sozialämtern, Pflegekassen, Krankenkassen oder Jugendämtern die Kostenübernahme für den Assistenzbedarf (beispielsweise spezielle Hilfsmittel im Haushalt) zu stellen, um eine Grundversorgung des Kindes sicherzustellen. Für erwerbstätige Behinderte gibt es übrigens eine Reihe von Nachteilsausgleichungen wie etwa Zuschüsse zur Wohnungsanpassung oder zum Autokauf. Gehen Mütter mit Behinderung hingegen keinem Beruf nach, sondern kümmern sich zu Hause um ihre Familie, ist es schwieriger, diese Leistungen zu erhalten. Wichtiger Tipp: Es kann sich lohnen, sich trotzdem finanzielle Hilfen zu bemühen, da es sich um Ermessensleistungen handelt. (Barrierefreies Wohnen: Wissenswertes und Tipps)

Mit Behinderung Eltern werden: Den Alltag planen

Bevor Menschen mit geistiger Behinderung Eltern werden oder auch, wenn sie es bereits sind, ist es wichtig, dass der Alltag um sie herum gut geplant ist. Je nach Grad der Behinderung kann es zum Beispiel hilfreich sein, ein Notizbuch zu führen. So können sich Eltern mit Handicap einen täglichen Ablaufplan erstellen, damit sie auch nichts Wichtiges bei der Versorgung des Kindes vergessen. Zusätzlich können sie das Heft dazu nutzen, Aufzeichnungen über Nahrung, Trinken und Gewichtzunahme des Nachwuchses zu machen, was besonders praktisch für den nächsten Besuch beim Kinderarzt ist. Tipp: Auch kann es nicht schaden, einen großformatigen Notfallplan mit etwa einer Reihe von Telefonnummern zu erstellen und ihn in der Wohnung besonders prägnant zu platzieren. (Behindertengerechte Ferienwohnung: Barrierefreiheit im Urlaub)

Tipp: Externe Hilfe holen

Direkt nach der Geburt kann es beispielsweise helfen, entweder Verwandte um zusätzliche Hilfe zu bitten oder sich an eine Familienhebamme beziehungsweise Familienhelferin zu wenden, die sich sowohl um Mutter als auch um das Kind kümmert. Gerade wenn die Mutter geistig behindert und alleinstehend ist, bietet sich diese Lösung an: "Geistig behinderte Eltern brauchen vor allem alltagsorientierte Hilfen, etwa beim Geld einteilen oder bei Behördengängen", sagt die Professorin für Behindertenpädagogik Ursula Pixa-Kettner gegenüber "Bayern 2".

Ihre Studien zeigen: Mehr als ein Drittel der Kinder von Behinderten lebt bei den eigenen Eltern oder der Mutter, außerdem werden geistige Behinderungen nur selten vererbt. Das bedeutet auch, dass die Kinder ihren Eltern schon bald überlegen sind – gerade dann ist Hilfe von außerhalb wieder wichtig. Mit der richtigen Planung und Unterstützung können Menschen mit geistiger Behinderung problemlos Eltern werden.

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