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Mobbing in der Schule: Wenn das Kind ein Außenseiter ist

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Mobbing in der Schule: Was tun, wenn mein Kind ein Außenseiter ist?

23.04.2013, 10:45 Uhr | kl (CF)

Mobbing in der Schule gehört für viele Schüler zum Schulalltag dazu. Mobbing erfolgt durch physische oder psychische Gewalt, die sich bis in die sozialen Netzwerke im Internet ausweiten kann. Die Betroffenen sind in aller Regel Außenseiter, die sich für ihre prekäre Lage schämen und im Stillen leiden. Dabei ist Hilfe von außen meist der einzige Ausweg.

Jedes sechste Kind leidet unter Mobbing in der Schule

"Hochrechnungen gehen davon aus, dass jeder sechste Schüler, also etwa 1,5 Millionen Kinder, von Mobbing betroffen ist". Dieses erschreckende Bild zeichnet der Psychologe Gerd Arentewicz in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zum Thema Mobbing in der Schule.

Mobbing kann schon sehr früh anfangen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mobbing kann schon sehr früh anfangen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Diskriminierung von Außenseitern ist zudem kein Phänomen, das vor allem Jugendliche betrifft, sondern ganz im Gegenteil bereits in der Grundschule besonders weit verbreitet ist, da Kinder in diesem Alter noch viel impulsiver seien. Und so würde sich Mobbing in der Schule hier auch in erster Linie durch Gewalt äußern, wie auch an Hauptschulen. An Realschulen und Gymnasien findet die Gewalt hingegen auf einem eher subtilen psychischen Level statt. Als Eltern sollten Sie möglichst achtsam sein, um das Mobbing in der Schule zu erkennen – und im Ernstfall schnell handeln. (Gewalt in der Schule, und wie man sie verhindern kann)

Wie Eltern Mobbing erkennen können

Doch selbst, wenn Sie die Augen offen halten, ist es nicht leicht zu erkennen, ob Ihr Kind als Außenseiter unter der Diskriminierung seiner Mitschüler leidet. Ein mögliches Anzeichen könnte sein, dass Ihr Kind regelmäßig die Schule schwänzt, vielleicht an ganz bestimmten Tagen. Oder es vergisst regelmäßig seine Sportsachen, um sich peinlichen Situationen im Sportunterricht zu entziehen, wo es gemobbt wird. Spätestens, wenn Sie unerklärliche Verletzungen wie blaue Flecken bemerken, sollten Sie Ihr Kind ansprechen und handeln, rät Arentewicz. "Im Extremfall sollten Sie nicht zögern, Ihr Kind aus der Klasse zu nehmen".

Noch schwieriger ist Mobbing in der Schule zu erkennen, wenn sich die Diskriminierungen in die sozialen Netzwerke des Internets verlagern. Eltern haben oft keinen Überblick darüber, in welchen Netzwerken ihr Kind angemeldet ist, geschweige denn, was dort vor sich geht. Hier sind Eltern darauf angewiesen, dass sich ihr Kind ihnen offenbart. Sobald Sie einen Verdacht auf das sogenannte Cyber-Mobbing hegen, scheuen Sie sich nicht, ihr Kind anzusprechen und ihm Unterstützung anzubieten. (Cybermobbing: Wie Sie Ihr Kind schützen können)

Das gehört zu einer glücklichen Kindheit

eltern.t-online.de: Reagieren auf Schulschikane

Kinder als Außenseiter: Was Eltern gegen Mobbing tun können

Wenn Ihr Kind als Außenseiter unter Mobbing in der Schule leidet, ist es auf Hilfe von außen angewiesen, da es von allein nur selten aus dieser Situation wieder rauskommt, so der Sozialpädagoge Thomas Sonnenburg laut einem Artikel zum Thema Mobbing im Magazin "Stern". Fragen Sie in der Schule nach, ob den Lehrern das Problem bekannt ist. Laut Arentewicz melden Schulen häufig Fälle von Mobbing nicht, weil sie um Ihren Ruf fürchten. Machen Sie den Fall dennoch im sozialen Umfeld bekannt.

Idealerweise sorgen Sie bereits weit im Vorfeld dafür, dass Ihr Kind hinreichend Selbstvertrauen aufbaut, damit es gar nicht erst zum Außenseiter wird und sich in entsprechenden Situationen zu helfen weiß. So können Sie ihm beispielsweise vermitteln, dass vermeintliche körperliche Defizite wie eine große Nase oder eine geringe Körpergröße gar nicht weiter schlimm sind und andere Kinder nicht zum Mobbing berechtigen. Ist das Selbstvertrauen aber erst einmal geschwunden, kann es auch sinnvoll sein, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch ein Täter-Opfer-Ausgleich kann laut Sonnenburg für Opfer von Mobbing in der Schule eine heilsame Wirkung haben. (Stilles Leiden: So besiegen Kinder ihre Schüchternheit)

23.04.2013, 10:45 Uhr | kl (CF)

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