07.05.2013, 16:17 Uhr | wp (CF)
Wenn Kinder nicht in die Schule gehen wollen, leiden sie möglicherweise unter Schulangst. Die Ursache findet sich meist in dem Verhältnis zu den Mitschülern oder aber in der Beziehung zu den Eltern.
Für einen konfliktfreien Schulalltag ist es wichtig, dass sich Kinder gut mit ihren Mitschülern verstehen. Ist dies nicht der Fall, kann dies eine Ursache von Schulangst sein. Das kann etwa bei psychischem Druck dem Mobbing beginnen, aber auch mit physischer Gewalt zusammenhängen – etwa wenn das Kind in der Schule erpresst oder verprügelt wird. Dementsprechend verwundert es nicht, dass sich der Nachwuchs nicht in die Schule traut und lieber Gründe anführt, um zu Hause bleiben zu können.
Schulangst kann aber auch dann einsetzen, wenn das Kind Angst vor dem Versagen hat. Diese Angst muss nicht zwingend darauf zurückzuführen sein, dass durch die Schule oder die Lehrer ein Leistungsdruck aufgebaut wird. Die Ursache für die Schulangst kann sich sogar zu Hause finden. Denn für die Kinder wird es zu einem Problem, wenn die Eltern zu hohe Erwartungen schüren und diese nicht enttäuscht werden sollen. Das führt dazu, dass Kinder das Gefühl bekommen, nur dann von den Eltern geliebt zu werden, wenn sie auch Leistung bringen. (Mobbing in der Schule: Was tun, wenn mein Kind ein Außenseiter ist?)
Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, die als Ursache von Schulangst gelten können. Sie treten insbesondere bei Mitschülern mit Migrationshintergrund auf. So könnte es zu einem Konflikt der unterschiedlichen Kulturen kommen, bei dem die zu Hause ausgelebte Kultur nicht von der in der Schule vorherrschenden Kultur akzeptiert wird. Bei solch einem "Treuekonflikt" würden sich Kinder mit Migrationshintergrund oftmals für die Familie und gegen die Schule entscheiden, erklärt Wolfgang Oelsner, ehemaliger Leiter der Klinikschule der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Kölner Uni-Klinik, in einem Interview auf der Webseite des nordrheinwestfälischen Schulministeriums.
eltern.t-online.de:Schon Schulanfänger haben Schulangst- was können Eltern tun?
Unabhängig davon, welche Ursachen die Schulangst bei Ihrem Kind hat: Wenn Sie die typischen Symptome erkennen, sollten Sie offen darüber sprechen. Damit gehen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen einher. Suchen Sie aber auch professionelle Hilfe für Ihr Kind, sprechen Sie also mit einem Arzt über die Ursache der Beschwerden und wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Schulpsychologen. (Gewalt in der Schule: Wie kann man Sie verhindern?)
07.05.2013, 16:17 Uhr | wp (CF)
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