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Fruchtwasseruntersuchung: Vorteile und Risiken

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Fruchtwasseruntersuchung: Vorteile und Risiken

29.05.2013, 10:26 Uhr | wp (CF)

Die Fruchtwasseruntersuchung steht seit der Ankündigung eines neuen, vergleichsweise ungefährlicheren Verfahrens zur Zellenanalyse von Embryos stark in der Kritik. Gegenüber dem Trisomie 21-Test hat die Fruchtwasseruntersuchung zwar Vorteile zu bieten, doch auch die Risiken sollten bedacht werden.

Einblick in die Zellen des Fötus dank Fruchtwasseruntersuchung

Viele schwangere Frauen, die wissen möchten, ob Ihr Nachwuchs gesund zur Welt kommen wird, vertrauen der Fruchtwasseruntersuchung. Bei dieser Untersuchung wird der Frau eine spezielle Nadel durch die Bauchdecke in die Fruchtblase geführt. Dadurch wird das Entnehmen von Fruchtwasser ermöglicht, welches die Zellen des Ungeborenen in sich trägt. Diese lebenden Zellen werden im Labor auf die Struktur und die Anzahl der Chromosomen hin untersucht. Auch eine DNA-Analyse des Nachwuchses lässt sich mit diesem Verfahren durchführen.

Fruchtwasseruntersuchung: Kann bei Unregelmäßigkeiten in Betracht gezogen werden (Quelle: imago\CHROMORANGE)

Fruchtwasseruntersuchung: Kann bei Unregelmäßigkeiten in Betracht gezogen werden (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Fruchtwasseruntersuchung birgt Risiken

Eine Fruchtwasseruntersuchung sollten Sie nur in Absprache mit Ihrem behandelnden Frauenarzt durchführen lassen. Sie kann dann Beispiel notwendig erscheinen, wenn sich bei vorherigen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten – etwa bei den Blutwerten – aufgetan haben. Die Fruchtwasseruntersuchung soll die Erkenntnis bringen, ob mit dem Fötus alles in Ordnung ist, und falls nicht, welche Krankheiten vorliegen oder nach der Geburt zu erwarten sind.

Wenn Sie sich während der Schwangerschaft für eine Fruchtwasseruntersuchung entscheiden sollten, bedenken Sie auch immer die Risiken, die solch ein Eingriff mit sich bringt. So liegt das Risiko einer Fehlgeburt nach diesem Verfahren zwischen 0,3 und ein Prozent, wie der "Deutschlandfunk" warnt. Denn: Der Eingriff kann Wehen und Blutungen hervorrufen. Oftmals sind die negativen Folgen einer Fruchtwasseruntersuchung erst Tage bis Wochen später sichtbar. (Schwangerschaft bei älteren Paaren: Höhere Risiken?)

PraenaTest: Alternative zu Fruchtwasseruntersuchung

Wenn Sie schwanger sind und das Ungeborene auf Trisomie 21 hin untersuchen lassen möchten, dann haben Sie seit Ende Juni 2012 eine Alternative zu der nicht ganz ungefährlichen Fruchtwasseruntersuchung. Der neue Trisomie 21-Test (PraenaTest) ist ein Bluttest, der ebenfalls die Genstruktur des Fötus untersucht, dabei jedoch gezielt nach den Merkmalen für das Down-Syndrom sucht – und er soll dabei keinerlei Risiken bergen. (Risikoschwangerschaft: Informationen und Tipps)

Tipps für die Schwangerschaft

Teure Untersuchung

Der Nachteil dieses neuen Verfahrens ist jedoch unter anderem der Kostenpunkt: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten von rund 1.250 Euro nicht, die schwangere Frau muss somit selbst für die Kosten aufkommen. Die Fruchtwasseruntersuchung hingegen wird von den Krankenkassen bezahlt. Außerdem lässt der PraenaTest laut "netdoktor.de" bisher noch nicht so viele Analysen zu wie die Fruchtwasseruntersuchung – man kann beispielsweise nicht auf andere Trisomie-Arten testen und ihn nicht bei Mehrlingssschwangerschaften anwenden.

eltern.t-online.de: Embryo-Check: Ist der neue Bluttest illegal oder ein Segen?

Welche Methode hat Zukunft?

Sie sollten also Vor- und Nachteile beider Verfahren genauestens abwägen. Michael Entezami, Frauenarzt im Zentrum für Pränataldiagnostik und Humangenetik in Berlin, erklärt gegenüber dem "Deutschlandfunk", warum dem neuen Test die Zukunft gehören wird: "Weil viele Schwangere – gerade nach Kinderwunschbehandlung, gerade nach vorausgegangenen Fehlgeburten oder anderen traumatischen Erlebnissen – sehr große Angst haben, das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung einzugehen." (Mit Hypnose Schmerz und Angst bei der Geburt überwinden)

29.05.2013, 10:26 Uhr | wp (CF)

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