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In der Wahrnehmung alter Menschen ist der Umzug ins Seniorenheim so etwas wie der letzte große Schritt im Leben. Umso genauer sollten Angehörige darauf achten, dass sich die Senioren in der neuen Umgebung wohlfühlen.
Um den Betroffenen den Umzug ins Altenheim nicht unnötig schwer zu machen, sollten die Rahmenbedingungen stimmen: Dazu gehört, dass Sie sich das Altenheim unbedingt persönlich anschauen und auf einige wichtige Punkte achten, rät mdr.de: Wie wirken die anderen Bewohner, wie ist der Umgang der Mitarbeiter mit den Senioren, gibt es eine Kantine, ist die Einrichtung sauber etc.?
Umzug ins Seniorenheim geplant? Worauf Sie achten sollten (Quelle: imago)
Haben ältere Menschen etwa ein Haustier, sollten dieses ins Altenheim mitnehmen dürfen - fragen Sie also unbedingt bei der Heimleitung nach, ob das möglich ist. Denn die Trennung von der gewohnten Umgebung kann für Senioren schon belastend genug sein. Der Verlust des geliebten Haustieres wäre ein weiterer gravierender Einschnitt und sollte deshalb möglichst vermieden werden. Zumindest kleine Tiere können meist problemlos ins Altenheim mitgenommen werden. Achten sollten Angehörige dennoch auf die genauen Bestimmungen vor dem Umzug. Tiere, die einen großen Pflegebedarf haben, müssen meist anderweitig untergebracht werden, denn das Personal kann sich nicht um die Vierbeiner kümmern. Vielleicht gibt es aber eine andere Möglichkeit? Etwa, dass eine Nachbarschaftshilfe einspringt. (Seniorenresidenz: Luxuriös wohnen im Alter)
Informieren Sie sich vor einem Umzug Ihres Angehörigen unbedingt über die therapeutischen Angebote des Seniorenheims. Denn eine Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen, des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden und des Robert-Koch-Instituts zeigt, dass vielfach das Potenzial zur Rehabilitation bei alten Menschen ungenutzt bleibt.
Für die Heimauswahl kann dies bedeuten: Achten Sie darauf, dass Angehörige ein umfangreiches therapeutisches Programm in Anspruch nehmen können. So lässt sich nicht nur der Alterungsprozess oft verlangsamen, sondern sogar eine Besserung der körperlichen und geistigen Verfassung ist vielfach realistisch.
So wichtig die genannten Faktoren vor dem Umzug ins Altenheim aber auch sind. Der wichtigste Aspekt ist der Besuch vor Ort. Broschüren oder der Internetauftritt mögen ein erster Hinweis auf die Ausstattung und das Betreuungsangebot sein. Es ist aber ratsam, sich zu informieren, welche Leistungen für die Angehörigen von Bedeutung sind. Gerade bei Erkrankungen wie Demenz sind die Bedürfnisse andere als bei gesunden älteren Menschen, die einen Umzug ins Altenheim vor sich haben.
Nicht zuletzt müssen Sie darauf achten, dass die Einrichtung für die vorliegende Pflegestufe der neuen Bewohner geeignet ist. Gerade für die erste Zeit ist es vorteilhaft, wenn das Heim nicht allzu weit von wichtigen Bezugspersonen wie beispielsweise den erwachsenen Kindern entfernt liegt. So können Eingewöhnungsprobleme oft besser gelöst werden. (Pflegestufe beantragen und Leistungen beziehen)
Haben Sie sich für ein Heim entschieden, gilt es den Heimvertrag zu unterschreiben. Lassen Sie sich dafür Zeit, lesen Sie den Vertrag in Ruhe durch und fragen Sie unbedingt nach, wenn Ihnen etwas unklar sein sollte oder Ihrer Ansicht nach etwas in dem Vertrag fehlt oder unklar formuliert ist.
Ein Tipp: Seit 2011 prüft der Medizinische Dienst (MDK) jährlich die Pflegeeinrichtungen. Wie der MDK mitteilt, sollen die von Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und ihre Qualität veröffentlicht werden - und zwar in Regie der Landesverbände der Pflegekassen. Erkundigen Sie sich also bei Ihrer zuständigen Pflegekasse nach den Ergebnissen der Prüfung. (Befreien von Zuzahlung zur Krankenkasse: So geht's)
Quelle: kf (CF)
Impfkalender: Alle Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in der Übersicht. Impfkalender
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