22.02.2013, 16:14 Uhr | ak (CF)
Der Bundesschatzbrief war die wohl bekannteste und beliebteste Art der Geldanlage in Form von Bundeswertpapieren. Er bot maximale Sicherheit bei progressiv steigender Verzinsung und überschaubaren Laufzeiten. Seit 2013 ist es Privatkunden jedoch nicht mehr möglich, dieses Finanzprodukt zu erwerben, weil die verantwortliche Bundesfinanzagentur das Privatkundengeschäft eingestellt hat.
Ein Bundesschatzbrief wurde auch "Schuldverschreibung des Bundes" genannt. Je nach Typ hatte die Geldanlage eine Laufzeit von sechs oder sieben Jahren, wobei die Zinsen mit zunehmender Laufzeit stiegen. Damit sollten die Anleger dazu motiviert werden, die Papiere nicht vorzeitig abzugeben.
Bundesschatzbriefe sind eine sichere Geldanlage (Quelle: imago)
Beim Typ A wurden die Zinsen jährlich ausbezahlt, während die Zinsen bei Typ B nicht ausgeschüttet, sondern dem Depot gutgeschrieben wurden. Auf diese Weise profitierten Sie vom Zinseszinseffekt. Nach Ende der Laufzeit erhielten die Privatinvestoren den aktuellen Nennwert des Bundesschatzbriefs zurück.
Anders als bei einer Geldanlage in Form von Bundesanleihen oder Bundesobligationen konnte der Bundesschatzbrief nicht an der Börse gehandelt werden. Damit war ein vorzeitiger Verkauf der Papiere nicht möglich. Anleger konnten sie lediglich nach einem Jahr an die Finanzagentur des Bundes zurückgeben, wobei dabei allerdings deutliche Verluste hingenommen werden mussten. Positiv war jedoch, dass auch kleine Summen in Form von Bundesschatzbriefen angelegt werden können, weshalb sich diese Geldanlage besonders für Kleinanleger eignete. (Festgeld anlegen: So geht´s)
Da die Bundesfinanzagentur 2013 das Geschäft mit Privatkunden eingestellt hat, bedeutete dies auch das Aus der Bundesschatzbriefe. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, rechnete sich das Geschäft aufgrund der geringen Mindestanlagensumme von 52 Euro nicht mehr. Kritik gab es diesbezüglich von Seiten der Verbraucherschützer: "Damit fällt dann leider für Verbraucher eine kostengünstige Möglichkeit weg, Bundeswertpapiere zu erwerben. Es bleiben dann lediglich die Kreditinstitute, die naturgemäß kein großes Interesse daran haben, Bundeswertpapiere für ihre Kunden zu erwerben. Direktbanken und beratungsfreies Geschäft ausgenommen", so Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg laut der "Financial Times Deutschland".
Immerhin: Normale Festgeld- oder Tagesgeldkonten bieten mittlerweile eine Verzinsung an, die häufig über der von Bundesschatzbriefen liegt. (Tagesgeldkonto: Alternative zum klassischen Sparbuch?)
22.02.2013, 16:14 Uhr | ak (CF)
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