| sk (CF)
Als Besoldung bezeichnet man ein Gehalt, das an spezielle Berufsgruppen beispielsweise Beamte, Richter oder Soldaten ausgezahlt wird. Die Höhe der Bezahlung kann ganz unterschiedlich ausfallen und hängt sowohl von der Berufsgruppe als auch von Status oder Rang des Besoldeten ab.
Die Besoldung wird zum Beispiel an Beamte aus dem Grund gezahlt, um deren wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern und sie vor Korruption und Bestechungsversuchen zu schützen. Die Bezahlung per Sold wird an die Empfänger nicht nur während ihrer Dienstzeit ausgezahlt, sondern auch darüber hinaus noch im Ruhestand. Auch im Falle einer Berufsunfähigkeit wird der monatliche Sold als sogenannte Versorgung weiterhin ausgezahlt. Es gibt verschiedene Besoldungsgruppen, wobei sich die Höhe immer aus einem Grundbetrag und verschiedenen Sonderzahlungen zusammensetzt. Enthalten ist ein Zuschuss zur Krankenversicherung, wenn man privat versichert ist, sowie ein Familienzuschlag, wenn eine Familie vorhanden ist. (Wie ist die Gehaltfortzahlung im Krankheitsfall geregelt?)
Nur bei Zeit- und Berufssoldaten wird das Entgelt als Besoldung bezeichnet, Soldaten im normalen Wehrdienst hingegen bekommen Wehrsold. Die Auszahlung erfolgt dabei nicht wie beim Gehalt am Ende eines Arbeitsmonats, sondern immer im Voraus am ersten Tag des Monats. Das Bundesbesoldungsgesetz BBesG regelt die Besoldung nach den jeweils geltenden Vorgaben und Richtlinien der einzelnen Bundesländer.
Je nach individueller Besoldungsgruppe und Dienstaltersstufe fällt auch die Höhe der Besoldung aus. Die Gruppe A umfasst Beamte, die im gehobenen sowie im einfachen und mittleren Dienst tätig sind. Auch Soldaten gehören zur Besoldungsgruppe A, wobei diese wiederum je nach Dienstgrad in 16 verschiedene Stufen eingeteilt wird. In der Gruppe B stehen Beschäftigte mit hohen Ämtern und Leitungspositionen, die Gruppe R gilt für Richter und die Gruppe W für Lehrer von Hochschulen. Wie hoch die tatsächliche Besoldung ausfällt, lässt sich anhand von Besoldungstabellen genau ausrechnen. (Außertarifliches Gehalt: Vor- und Nachteile des AT-Gehalts)
Quelle: sk (CF)