25.02.2013, 11:11 Uhr | sg (CF)
Die mit einer Lebensversicherung angesparte Summe wird mitsamt Zinsen im Todesfall oder nach Erreichen eines vorher festgelegten Lebensalters ausbezahlt. In der Praxis kommt es jedoch oftmals vor, dass ein Versicherungsnehmer seine Lebensversicherung kündigen und das Geld sofort verwenden möchte. Dann entstehen schnell finanzielle Nachteile.
Eine Lebensversicherung kann als Absicherung im Alter oder als Sicherheit für Hinterbliebene bestimmt sein. Die Vertragsgestaltung einer solchen Versicherung sieht in der Regel eine lange Phase der monatlichen Einzahlungen vor. Die vorzeitige Kündigung einer Lebensversicherung ist in den meisten Fällen jedoch auch problemlos möglich. Meist bedarf es lediglich einer formlosen Mitteilung an die jeweilige Versicherungsgesellschaft.
Lebensversicherung: Wer früh kündigt, macht einen hohen Verlust (Quelle: Blickwinkel/imago)
Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) kommt das sogar recht häufig vor: Vier von fünf Deutschen, die eine Lebensversicherung besitzen, kündigen diese vorzeitig.
Wer seine Lebensversicherung vorzeitig kündigt, erhält den sogenannten Rückkaufswert ausgezahlt. Dieser wird bei Abschluss der Versicherung vertraglich festgelegt und erhöht sich allmählich, solange der Versicherte Beiträge einzahlt. Gerade in den ersten Jahren entspricht der Rückkaufswert jedoch meist nicht den tatsächlich eingezahlten Beiträgen, da die Versicherungsgesellschaft hohe Bearbeitungs- und Stornogebühren abziehen kann. Je länger der Vertrag schon läuft, desto mehr nähert sich der Rückkaufswert der tatsächlich eingezahlten Beitragssumme an. (Rente mit 60 ohne Abschläge? So geht´s)
Wer seine Lebensversicherung also zu früh kündigt, macht in der Regel einen hohen Verlust. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2012 bedeutet für Versicherte jedoch Grund zur Hoffnung, wie die "SZ" berichtet: Der BGH beschied der Lebensversicherung Deutscher Ring, Kunden, die ihre Lebensversicherung gekündigt hatten, zu wenig zurückgezahlt zu haben. Dieses Urteil könnte sich auch auf das Verhalten anderer Versicherer auswirken.
Wer einen zu niedrigen Rückkaufswert fürchtet, aber trotzdem nicht mehr im selben Maß wie bisher in seine Lebensversicherung einzahlen möchte, sollte alternativ eine Beitragsstundung, eine Beitragsfreistellung oder auch eine Verringerung der Versicherungssumme prüfen. Mit diesen Maßnahmen können Sie eventuell an Ihrer Lebensversicherung festhalten und es vermeiden, sie vorzeitig zu kündigen. (Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?)
25.02.2013, 11:11 Uhr | sg (CF)
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