12.03.2013, 13:43 Uhr | fk (CF)
Die Kosten für eine Brille werden seit 2004 nur noch in bestimmten Fällen von der Krankenkasse übernommen. Eine spezielle Brillenversicherung erscheint da vielen sinnvoll. Als Brillenträger müssen Sie jedoch stets Bedingungen erfüllen, damit der Versicherungsschutz überhaupt greift oder dieser sich rechnet. Experten raten daher in aller Regel von Brillenversicherungen ab.
Es gibt verschiedene Modelle unter den Brillenversicherungen. Sie werden von Optikerketten, sowie von privaten als auch gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten. Die Höhe der monatlichen Prämien ist abhängig von Art und Wert der versicherten Brille, sowie vom Versicherungsmodell.
Wann zahlt die Versicherung? (Quelle: bonn sequenz/imago)
Bei einer gesetzlichen Krankenkasse können Brillenträger für eine geringe monatliche Prämie einen über drei Jahre gestaffelten Versicherungsschutz in Anspruch nehmen. Über drei Jahre erhöht sich der Betrag, der im Schadenfall ausgezahlt wird oder dann, wenn Sie ein neues Gestell oder neue Gläser benötigen – anschließend ist er gedeckelt. Das heißt im Klartext: Nehmen Sie innerhalb dieser Zeit die Versicherung nicht in Anspruch, übersteigen die Prämien schon bald Ihren eingezahlten Beitrag und Sie zahlen drauf. (Das sollten Sie beim Brillenkauf beachten)
Optikerketten bieten oftmals direkt beim Kauf eine Brillenversicherung an. Sie arbeiten hierfür mit unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften zusammen. Die Angebote unterscheiden sich voneinander, sind in der Regel aber wenig sinnvoll. Brillenträger können sich nach Abschluss beispielsweise das Anrecht auf eine kostenlose Brille sichern. Die aktuelle Sehhilfe ist in der Zwischenzeit gegen Schäden, aber nicht gegen Verlust versichert.
Wer sich allerdings über regelmäßige neue und modische Brillen freut, wird schnell enttäuscht sein, wenn er nur aus dem Nulltarifangebot wählen kann – der Zuschuss für andere Modelle ist gering. Einzige Ausnahme: Ihre Sehstärke verändert sich deutlich innerhalb der zwei Jahre. (Brille richtig reinigen: Diese Tipps sollten Sie beachten)
Andere Optiker bieten Versicherungsschutz gegen Schäden und Verlust der Sehhilfe an. Doch auch hier ist ein Blick ins Kleingedruckte sinnvoll: Wie hoch ist der Anteil, den die Versicherung übernimmt? In der Regel bleibt ein nicht unerheblich hoher Eigenanteil. Laut Hajo Köster vom Bund der Versicherten ist ein solcher Schutz oft nur bedingt sinnvoll, denn die "meisten Schäden, die in den ersten zwei bis drei Jahren auftreten, müsse der Optiker im Rahmen der Mängelgewährleistung ohnehin kostenlos reparieren", berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD).
Die Expertenmeinungen zu diesem Thema sind recht einhellig: Laut "FTD" und "Stiftung Warentest" lohnt sich eine Brillenversicherung nur für die wenigsten Brillenträger, da sie nur all zu oft mehr zahlen, als dass sie von den Leistungen profitieren. Dies tun meist nur diejenigen, deren Sehkraft sich beispielsweise binnen kürzester Zeit drastisch verschlechtert. Sinnvoller sei es daher, regelmäßig selbst etwas Geld für eine neue Brille anzusparen und auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. (Kontaktlinsen kaufen: Optiker, Drogerie oder Online-Shop?)
12.03.2013, 13:43 Uhr | fk (CF)
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