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Hinter dem ungewöhnlichen Begriff Canyoning verbirgt sich eine Sportart, die seit einigen Jahren auch in Deutschland auf Interesse stößt. Sie eignet sich jedoch nicht für den Sommer, sondern kann als Winter-Canyoning auch bei Schnee und Eis ausgeübt werden.
Beim Canyoning geht es darum, dass Sie eine Schlucht von oben nach unten begehen – und dafür auf verschiedene Techniken zurückgreifen, etwa Abseilen, Klettern oder auch Rutschen. Dabei geht es nicht nur um eine körperliche Betätigung, sondern auch darum, die Natur zu genießen. Oft genug haben Sie diese Möglichkeit auch, da Sie an ausgewaschenen Felswänden und Wasserfällen entlang klettern, sich an Felsen abseilen und sich über Bäche und Flüsse hangeln. Das Wasser ist also ein Element, das mit dem Canyoning verbunden ist. Im Winter sieht das allerdings ein wenig anders aus, was an der klirrenden Kälte liegt: "Der Hauptunterschied zum Sommer ist der, dass wir uns beim Winter-Canyoning nicht im Wasser, sondern um das Wasser herum bewegen", erklärt Erlebnisveranstalter Robert Popp von Outdoor Adventure der Münchener "Tageszeitung". (Adventure-Urlaub - Ein echtes Abenteuer)
Je nachdem, in welcher Schlucht Sie unterwegs sind, werden Sie mit unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert. Das hängt zum einen mit den natürlichen Gegebenheiten zusammen, anderseits spielen auch die Maßnahmen eine Rolle, die ein Winter-Canyoning-Betreiber in der Schlucht getroffen hat. Beispielsweise können an Bohrhaken mehrere Stahlseite angebracht sein, ähnlich wie bei einem Klettersteig oder Hochseilgarten. Diese können beispielsweise wie eine sogenannte Burma-Brücke angebracht sein: Mit den Füßen balancieren Sie auf einem Stahlseil, hingegen Sie sich mit den Händen an einem oder an zwei Seilen festhalten. Währenddessen sind Sie natürlich entsprechend gesichert, da Sie Ihr Klettersteig-Set an den Sicherungsseilen befestigen können. (Wandern in den Alpen: Die spektakulärsten Schluchten)
Die Anforderungen sind beim Winter-Canyoning daher nicht allzu hoch: "Man sollte trittsicher und ein bisserl sportlich sein sowie genug Mut zum Abseilen haben", so Robert Popp weiter in der "Tageszeitung". Zur Ausrüstung gehört auf jeden Fall warme und wasserdichte Kleidung, auch feste Wanderstiefel sind ein Muss. Wenn Sie eine Klettertour mit einem Guide buchen, so stellt Ihnen der Veranstalter oftmals die erforderliche Kletterausrüstung, die aus Helm, Gurt und Klettersteig-Set besteht. Andernfalls müssen Sie die Ausrüstung selber mitbringen. Sie müssen jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass das Canyoning stark von den Witterungsbedingungen abhängig ist, weswegen eine angesetzt Tour auch kurzfristig abgesagt werden kann. Zu den Gründen – man mag es vielleicht kaum glauben – kann beispielsweise Hochwasser zählen, doch auch die Lawinengefahr kann ein Anlass für einen frühzeitigen Abbruch sein.
Quelle: pc (CF)