Umwelt und Natur
Krötenwanderung: Warum wandern die Kröten?12.04.2013, 15:42 Uhr | pk (CF)
Bei der Krötenwanderung handelt es sich um eines der faszinierendsten, aber auch seltsamsten Phänomene der Natur. Jedes Jahr im Frühling werden zahlreiche Straßen von unzähligen Kröten heimgesucht, die sich zu ihrem Geburtsort aufmachen. Doch warum wandern die Kröten? Und warum findet die Krötenwanderung ausgerechnet im Frühling statt?
Laut „Badischer Zeitung“ ist der Straßenverkehr die größte Gefahr bei der Krötenwanderung. Immer wieder werden die Tiere schlichtweg überfahren. Dabei werden mehr und mehr Zäune errichtet und Tunnel gebaut, durch die die Tiere im Frühling sicher und wohlbehalten ihren Weg finden. Auch existiert mittlerweile ein eigenes Verkehrszeichen, das vor der Krötenwanderung warnt und Autofahrer zu mehr Umsicht mahnt. Achten Sie deshalb unbedingt auf diese Hinweisschilder und fahren Sie, wenn möglich, in den besonderen Gebieten besonders aufmerksam. Der NABU bittet Autofahrer darum, überfahrene Amphibien zu zählen und zu melden.
Für die Krötenwanderung gibt es ein spezielles Verkehrszeichen (Foto: imago)
Einige engagierte Naturschützer bauen auch regelrechte Fallen durch aufgestellte Eimer. Diese werden dann zweimal am Tag geleert und die Kröten werden so sicher über vielbefahrene Straßen gebracht. Unterstützung für dieses ehrenamtliche Engagement ist immer erwünscht, fragen Sie am besten bei Ihrem örtlichen Naturschutzbund nach. (Krötenwanderung: Wie Sie den Amphibien helfen)
feelgreen.de: Die Krötenwanderung beginnt – darauf sollten Autofahrer achten
Die Gründe für die Krötenwanderung liegen in der Fortpflanzung der Amphibien. Die weiblichen Kröten suchen hierzu den Ort auf, an dem sie selbst geschlüpft sind, und wo sie geeignete Lebens- und Wachstumsbedingungen vorgefunden haben. Damit gehören die Tiere zu den ortsgebundenen Amphibien. Der Weg zur Laichstelle wird laut BR-Online.de durch ein eigenes Organ im Gehirn gefunden. Salopp formuliert verfügen die Kröten also über ein integriertes Navigationssystem, das die Krötenwanderung gelingen lässt. Lediglich wenn die Orte, an denen eine Kröte aufgewachsen ist, nicht mehr existieren oder der Weg verbaut wurde, suchen sich die Tiere ein neues Gewässer, um zu laichen. (Welche Krötenarten gibt es in Deutschland?)
Der Frühling ist die ideale Jahreszeit für die Krötenwanderung. Sobald die Amphibien das Winterquartier verlassen, zieht es sie zum Laichen. Interessant ist dabei, dass die Krötenwanderung stets von Hunderten von Tieren gleichzeitig vollzogen wird. Die Erklärung dafür ist, dass es den Feinden dadurch nicht gelingt, die kompletten Eier aufzufressen, so der „Tagesspiegel“. So kann der Nachwuchs gesichert werden. Die Geschwindigkeit der Kröten beträgt dabei rund 600 Meter pro Tag, wobei die Tiere vor allem nachts unterwegs sind. Der Frühling ist auch deshalb geeignet, weil die frisch geschlüpften Kröten somit lange genug Zeit haben, um Kräfte für den Winter zu sammeln.
12.04.2013, 15:42 Uhr | pk (CF)
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