Pilzvergiftung
Bovist: Nur manche Sorten sind essbar17.08.2012, 11:03 Uhr | bp (CF)
Der Bovist ähnelt auf den ersten Blick einem harmlosen Champignon - doch er ist unbedingt mit Vorsicht zu genießen. Einige Sorten sind zwar äußerst schmackhaft und eignen sich gut zum Grillen und für Pilzgerichte. Doch Achtung: Es gibt auch Boviste, die ziemlich ungenießbar oder sogar giftig sind. Daher gilt laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM): Essen Sie nur Pilze, die Sie wirklich genau kennen.
Wer auf Pilzsuche geht, sollte folgende Grundregel beachten: Ziehen Sie nicht alleine los und sammeln Sie Pilze – denn das kann lebensgefährlich sein. Schauen Sie sich besser nach einer geführten Tour in Ihrer Gegend um und lassen Sie sich von geprüften Experten beraten. Denn selbst mit einem Pilzbestimmungsbuch sind Sie nicht unbedingt auf der sicheren Seite – immerhin gibt es zahlreiche Pilze, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.
Der Kartoffelbovist ist hochgiftig (Quelle: blickwinkel/imago)
Der Hasenbovist – einer der häufigsten essbaren Boviste – sprießt zwischen Sommer und Herbst vorzugsweise auf Wiesen- oder Weidenflächen. Im Wald ist er dagegen eher selten anzutreffen. Er ist ein champignonartiger Pilz und ist ziemlich lecker. Wenn er noch jung ist, verfügt er über ein mildes Aroma, das sich für Pilzgerichte sehr gut eignet.
Junge Pilze mit einem angenehmen Fleisch, das sehr fest und weiß ist und angenehm riecht, sind laut natur-lexikon.com essbar. Ist der Pilz bereits älter, wird er braun und ist nicht mehr essbar.
Der giftige Braunwarzige Hartbovist, auch als Dünnschaliger Kartoffelbovist bekannt, sieht diesem Pilz recht ähnlich aus. Er hat eine ledrige, oft schuppige Oberflächenstruktur und einen unangenehm stechenden Geruch. Der ebenfalls giftige Dickschalige Kartoffelbovist ist von ihm nur schwer zu unterscheiden, außer eben durch seine dickere Schale. Beide können von Magenbeschwerden bis zur Bewusstlosigkeit führen. Deswegen: Finger weg davon!
Weniger gefährlich ist der ungenießbare Igelbovist: Jung ist er recht gut von anderen Bovist-Arten zu unterscheiden, da er dicht mit dünnen, um die fünf Millimeter langen Stacheln besetzt ist. Mit der Zeit fallen sie allerdings ab und hinterlassen einen unscheinbar braunen, bis fünf Zentimeter großen, vage birnenförmigen Pilz.
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt auf ihrer Homepage nachdrücklich: "Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen. Erst wenn Sie sich nach wiederholter Bestimmung der Kenntnis sicher sind, denken Sie an die Bratpfanne."
Wer nicht auf frische Pilze aus dem Wald verzichten will, sollte unbedingt folgenden Hinweis der DGfM beachten: "Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften Pilzsachverständigen DGfM auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM".
Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz lieber stehen und gehen Sie kein Risiko ein.
17.08.2012, 11:03 Uhr | bp (CF)
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