26.06.2013, 15:59 Uhr | mb (CF)
Elstern haben einen eher zweifelhaften Ruf: Sie gelten als diebisch und gefährden angeblich die Singvögel in den Städten, wo der Bestand der Rabenvögel immer mehr zunimmt. Das schlechte Image trägt der intelligente Vogel in Schwarz-Weiß allerdings zu unrecht. Hier erfahren Sie mehr über die Elster.
Die Elster-Population in besiedelten Gebieten hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Dass der etwa 46 Zentimeter große Rabenvogel die Nähe zum Menschen sucht, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der natürliche Lebensraum mehr und mehr zerstört und die Elster ihrer Nahrungsgrundlagen beraubt wurde. Statt auf Feldern und in Knicks findet der Vogel mit dem schillernden Gefieder seine Nahrung nun in den Städten.
Die Elster: Diebisch im wahrsten Sinne des Wortes (Quelle: imago)
Sehr zum Unmut vieler Gartenbesitzer: Denn laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) stehen neben Käfern und anderen Insekten auch Jungvögel auf dem Speiseplan der Elster. Dass dieser Anteil nur verschwindend gering ist, wird dabei oft vernachlässigt. Sorge um den Fortbestand der heimischen Singvögel muss nämlich niemand haben. Wie die Vogelschutzexperten von NABU versichern, verkraften kleinere Singvögel die Nachwuchsverluste problemlos.
Elstern sind keine Zugvögel, sondern verbringen den Winter in heimischen Gefilden. Dank dem reichen Nahrungsangebot in den Städten besteht auch gar keine Not fortzuziehen, schließlich sind die Vögel nicht anspruchsvoll: Sie fressen neben Insekten auch Speisereste aus Abfallbehältern oder Aas. Außerdem legt der intelligente Rabenvogel für den Winter Futterverstecke an.
Wussten Sie übrigens, dass Elstern nach ihrer "Vogelhochzeit" in der Regel ihr Leben lang zusammenbleiben? Maximal 16 Jahre lang leben die Vögel, ihre durchschnittliche Lebenserwartung in freier Natur liegt allerdings bei etwa zweieinhalb Jahren. Gemeinsam kümmert sich das Paar dann jedes Jahr im Februar um den Bau des gemeinsamen Nests, um den Nachwuchs großzuziehen.
In der Regel entsteht die kugelrunde Reisigbehausung in den Kronen der höchsten Bäume und wird von viel Vogelgeschrei begleitet, das auch Schackern genannt wird. Das Weibchen legt hier anschließend etwa vier bis sieben Eier. Rund die Hälfte aller Bruten ist von Erfolg gekrönt. Die andere Hälfte fällt Nesträubern oder der Zerstörungswut des Menschen zum Opfer.
Doch was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass Elstern diebisch sind und alles fortschleppen, was funkelt und glitzert? Einen räuberischen Hintergrund hat dieses Verhalten nicht. Es ist zwar tatsächlich zu beobachten, kommt aber seltener vor, als gemeinhin behauptet wird. Funkelnde Gegenstände wecken ihre Neugier und die gleichen Instinkte wie bei der Nahrung. Bloß hin und wieder tragen die Vögel den Gegenstand tatsächlich fort, inspizieren ihn und verstecken ihn dann.
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26.06.2013, 15:59 Uhr | mb (CF)
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