09.09.2013, 16:46 Uhr | mb (CF)
Seine eckigen, weiten Röhren machen den Kuhröhrling zu etwas Besonderem: Sie unterscheiden diesen Pilz von anderen Schmierröhrlingen. Weil er in seiner Ernährung baumgebunden ist, kommt er nur in der Nähe von Kiefern vor.
Zwischen Juli und November wächst der Kuhröhrling vorwiegend auf sauren und nährstoffarmen Sandböden, in Wäldern, Heiden und Mooren – und zwar selten allein. Häufig ist er an der Wurzel mit dem Rosenroten Gelbfuß, verwachsen. Zusammen mit den Wurzeln der Kiefer bilden die beiden Pilze eine Mykorrhiza, eine Symbiose.
Der Kuhröhrling ist essbar – allerdings nur, solange er jung ist. Dann ist das Fleisch sehr schnittfest, im Alter wird es aber zäh, elastisch und schwammig. Das Tier- und Pflanzenportal "natur-in-nrw.de" schlägt vor, den Röhrling als Geschmacksverstärker in einem Mischpilzgericht einzusetzen. Pilzkenner beschreiben den Geschmack jedoch als nicht herausragend: mild, aber leicht säuerlich. Beachten Sie auf jeden Fall die regional unterschiedlichen Einschränkungen für die zulässige Höchstmenge beim Sammeln.
Das auffälligste Merkmal des Kuhröhrlings sind seine großen und unregelmäßigen Röhrenmündungen. Die lang gezogenen, in der Tiefe durch Scheidewände mehrteiligen Poren bilden ein wabiges Netz, das in der Makroperspektive an einen Bienenstock erinnert – nicht zuletzt durch seine schmutzig gelbe Farbe. In älterem Zustand können sie auch eine olivgraue Färbung annehmen. Die Röhren sitzen fest sehr am Fleisch.
Der etwa zehn Zentimeter breite Hut ist jung gelbrötlich, wird mit der Zeit aber dunkler. Ebenfalls veränderlich ist seine Form. Wölbt sich der Hut anfangs noch deutlich, breitet er sich später zunehmend flach aus und verbiegt. Seine Oberfläche ist glatt und glänzend. Wenn Sie den Kuhröhrling anfassen, werden Sie die klebrige, bei Feuchtigkeit häufig schmierige, Konsistenz bemerken. Sein ringloser Stiel, drei bis sechs Zentimeter kurz, fällt unter dem Hut kaum auf. Er hat eine trübrote Färbung, ist an der Oberfläche gemasert und faserig. Eindeutig bestimmen sollte den Pilz aber nur ein Experte, zum Beispiel ein Fachmann der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM).
09.09.2013, 16:46 Uhr | mb (CF)
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