09.09.2013, 16:46 Uhr | lm (CF)
Von seinem schleimigen Äußeren sollten Sie sich nicht abschrecken lassen: Der Speisepilz Kuhmaul ist durchaus genießbar. Den schmierigen Überzug können Sie ganz einfach mit der Hutoberhaut entfernen.
Wie der Apotheker Matthias Zimmermann auf "natur-lexikon.com" erklärt, trägt das Kuhmaul seinen Namen aufgrund der Assoziation mit einem schleimigen Mund eines Rindviehs. Der schmierige, schmutzig braune oder violettgraue Pilz sieht auf den ersten Blick nicht sehr appetitanregend aus. Dennoch ist er essbar. Geschmack und Geruch des Kuhmauls sind unspezifisch, aber angenehm pilzig und mild. Die transparente Schleimschicht auf Lamellen und Hut ist vor allem für die jungen Exemplare der Speisepilze charakteristisch, im Alter verschwindet sie nach und nach. Sie lässt sich zwar nicht abziehen, aber zusammen mit der Hutoberhaut entfernen.
Übrig bleibt ein etwas hellerer, anfangs halbkugeliger, dann schwachgewölbter und schließlich trichterförmiger Hut von fünf bis acht Zentimetern. Der Stiel ist etwa vier bis zehn Zentimeter lang und rund zweieinhalb Zentimeter dick, weiß mit graubraunen und gelblichen Verfärbungen. Die weichen, entfernt stehenden und zähen Blätter des Kuhmauls laufen am Stiel weit herab, sind erst hell, später fleckig aschgrau bis schwarz.
Trotz der eindeutig lamelligen Fruchtschicht zählt der Speisepilz nicht zu den Blätterpilzen, sondern zu den Röhrenpilzen. Grund dafür sind die Ähnlichkeiten im Aufbau der Sporen bildenden Fruchtschicht. Verwechslungsgefahr mit anderen Pilzen besteht eigentlich kaum: Durch seine Farbe, Form, Konsistenz und seinen Standort unterscheidet sich das Kuhmaul deutlich von anderen Arten. Es wächst ausschließlich unter Fichten.
Von Juli bis Anfang November können Sie den Speisepilz also vor allem in Nadelwäldern im Berg- und Hügelland entdecken, seltener im Flachland. In niederschlagsreichen Jahren ist er noch verbreiteter. Wenn Sie sich auf die Suche nach dem Kuhmaul oder anderen Pilzen machen, sollten Sie unbedingt die regional unterschiedlichen Einschränkungen beachten: Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Höchstmengen für das private Sammeln. Ihre Fundstücke sollten Sie für einen gefahrlosen Verzehr von einem Pilzexperten – etwa von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) – auf ihre Essbarkeit prüfen lassen.
09.09.2013, 16:46 Uhr | lm (CF)
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