Pilze
Gallenröhrling: Dem Steinpilz ähnlich, aber ungenießbar10.09.2013, 15:58 Uhr | tl (CF)
Der Gallenröhrling ist so bitter, dass diese Eigenschaft sich sogar in seinem Namen niedergeschlagen hat. Der nicht essbare Gallenröhrling sieht allerdings dem bekömmlichen Steinpilz sehr ähnlich. Erfahren Sie hier, wie Sie die beiden Pilzarten auseinanderhalten können.
Der Gallenröhrling (Tylopilus felleus), auch Bitterling genannt, gehört zur Gattung der Dickröhrlinge. Sein Aussehen ähnelt dem des Steinpilzes. Wie der beliebte Speisepilz verfügt auch der nicht essbare Gallenröhrling über einen braunen, ledrig aussehenden Hut, der bis zu 20 Zentimeter breit werden kann. Der ockerbraune Stiel kann bis zu 15 Zentimeter hoch wachsen, ist bis zu fünf Zentimeter dick und von einem dunklen Netzmuster überzogen.
Zu finden ist der Gallenröhrling auf sauren, nährstoffarmen Böden in Laub- und Nadelwäldern, aber auch in Mooren in der Zeit von Juli bis Oktober. Die Röhren des jungen Gallenröhrlings sind wie beim Steinpilz zunächst weißlich, verfärben sich allerdings mit zunehmendem Alter rosa. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Maserung des Stiels, die beim Steinpilz sehr viel feiner ausgeprägt ist. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist allerdings der Geschmack.
Verwechseln sollten Sie den Gallenröhrling keinesfalls mit dem beliebten Steinpilz. Zwar ist der Gallenröhrling nicht giftig, aber dafür extrem bitter. Nur ein einziges Exemplar kann die ganze Pilzpfanne verderben. Vor allem die jungen Exemplare des nicht essbaren Pilzes sehen dem Steinpilz zum Verwechseln ähnlich. Falls Sie sich bei der Suche nicht sicher sein sollten, welche der beiden Arten Sie in der Hand halten, können Sie den Stiel anritzen und mit der Zungenspitze daran lecken. Sie werden sehr schnell erkennen, ob der Pilz schmackhaft oder zu bitter ist – und damit nicht essbar.
Falls Sie bei einem Blick in Ihren Pilzkorb dennoch unsicher sind, welche der beiden Arten Sie eingesammelt haben, können Sie sich Rat von einem geprüften Pilzsachverständigen holen, zum Beispiel von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM). Beachten Sie beim Sammeln auch, dass es bestimmte Höchstgrenzen an Speisepilzen gibt, die Sie für den privaten Gebrauch sammeln dürfen.
10.09.2013, 15:58 Uhr | tl (CF)
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