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Elefanten: Afrikas Elefanten könnten in zehn Jahren aussterben

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Bald keine Elefanten mehr?  

Afrikas Elefanten könnten in zehn Jahren aussterben

| dpa

Große Sorge um wilde Tiere: Politiker aus aller Welt, Schauspieler und das britische Königshaus haben der organisierten Wilderei auf der internationalen Artenschutzkonferenz in London den Kampf angesagt. Besonders drastisch ist die Lage bei afrikanischen Elefanten. Nach Angaben einer Tierschützerin werden die Tiere in zehn Jahren ausgerottet sein, wenn der Abschuss durch Wilderei wie bisher voranschreitet.

"Allein Tansania verliert derzeit 30 Elefanten am Tag", sagte die Leiterin der kenianischen Tierschutzorganisation WildlifeDirect, Paula Hahumbu, auf der Konferenz. Die meisten Länder Afrikas hätten inzwischen begriffen, dass der Verkauf von Elfenbein schade.

Elefanten: Afrikas Elefanten könnten in zehn Jahren aussterben. Wegen der immensen Nachfrage nach Elfenbein sterben in Afrika tausende Elefanten durch illegale Wilderei. (Quelle: REUTERS/Thomas Mukoya )

Wegen der immensen Nachfrage nach Elfenbein sterben in Afrika tausende Elefanten durch illegale Wilderei. (Quelle: REUTERS/Thomas Mukoya )

Pro Jahr 20.000 Elefanten gewildert

"Wir dürfen nicht zulassen, dass kommende Generationen Elefanten, Tiger und Nashörner nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in London. Sie nahm als Vertreterin der Bundesregierung an einer Konferenz zum illegalen Tierhandel teil. 

"Die Wilderei hat in vielen Regionen der Welt ein Ausmaß angenommen, das einem Ausverkauf der Natur gleichkommt", sagte Hendricks. Im vergangenen Jahr wurde von Behörden die Rekordmenge von 42 Tonnen Elfenbein sichergestellt. Die Dunkelziffer liegt nach Meinung von Tierschützern deutlich höher. Verbände gehen davon aus, dass im vergangenen Jahr 20.000 afrikanische Elefanten Wilderern zum Opfer fielen. Allein in Südafrika seien mehr als 1.000 Nashörner gewildert worden. Westliche Regierungen befürchten, dass die Einnahmen aus dem verbotenen Geschäft teils auch zur Finanzierung von terroristischen Aktivitäten verwendet werden.

Prinz Charles ruft zum Handeln auf

Der britische Thronfolger Prinz Charles, der die Konferenz gemeinsam mit seinem Sohn Prinz William initiiert hatte, rief die Welt eindringlich zum Handeln auf. "Wie nie zuvor befindet sich Afrika im Krieg, um sein Wild zu schützen", sagte er. Er forderte Länder wie China auf, wirksam die Nachfrage nach Produkten aus Elfenbein und Nashorn einzudämmen.

Nachfrage nach Elfenbein aus China

Asien gilt als Hauptabsatzmarkt für gewildertes Elfenbein und Nashorn. In Ländern wie China werden die Produkte als Statussymbole einer reichen Oberschicht gehandelt, aber auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt - die Wirkung etwa als Potenzmittel ist allerdings nicht belegt. In Afrika sind Horden von Wilderern, geführt von kriminellen Kartellen unterwegs, um die immensen Nachfrage zu bedienen.

Forderung nach Verbot des Elfenbeinhandels

In einer gemeinsamen Deklaration wollen die Länder den illegalen Wildtierhandel weltweit als schwere Straftat ächten und auf die Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens pochen. Der Handel mit Elfenbein müsse weltweit verboten bleiben. Viele afrikanische Länder, darunter Kenia und Gabun, haben die Strafandrohungen in den vergangenen Monaten empfindlich nach oben geschraubt. 

Es gebe aber auch Bedarf auf der Nachfrageseite. Durch gezielte Kampagnen in den Zielmärkten müsse die Nachfrage eingedämmt werden, forderte Prinz Charles. Der Bann von Haifischflossen von den Speisekarten bei offiziellen Anlässen habe gezeigt, dass dies möglich ist. Umweltministerin Hendricks kündigte an, Deutschland werde sein Engagement weiter verstärken und etwa die Ausbildung von Wildhütern unterstützen.

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