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Wenn nach einem langen Winter die Tage wieder heller und wärmer werden, empfinden viele Menschen zunächst Frühjahrsmüdigkeit. Eine wichtige Rolle beim veränderten Tag-Nacht-Rhythmus spielen die Hormone Serotonin und Melatonin. Bewegung und gesunde Ernährung helfen bei der Umstellung auf den Frühling.
Ein Grund für die Frühjahrsmüdigkeit ist ein vorübergehender Mangel an Serotonin. Licht regt den Körper an, dieses stimmungsaufhellende Hormon zu produzieren - doch davon gibt es im Winter zu wenig. In der dunklen Jahreszeit braucht der Mensch daher seinen Vorrat an Serotonin nahezu auf, das anschließend erst wieder nachgebildet werden muss. Gleichzeitig mit der steigenden Serotoninproduktion verringert der Körper die Ausschüttung von Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. In der Übergangsphase, bis sich der Hormonspiegel neu eingestellt hat, kommt es häufig zur Frühjahrsmüdigkeit. „Die Umstellung schlaucht den Körper, deshalb werden wir müde“, so die medizinische Klimatologin Angela Schuh in einem Bericht des "Focus" über Frühjahrsmüdigkeit. (Anti-Aging: Melatonin als Wunderwaffe?)
Um Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen, sollten Sie selbst aktiv werden. Viel Bewegung im Freien und bei hellem Tageslicht hilft, die Ausschüttung von Serotonin anzukurbeln und den Körper fit für den Frühling zu machen. Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser machen morgens schnell munter. Wer sich zwischendurch trotzdem sehr müde fühlt, kann auch einen Mittagsschlaf halten. Länger als 30 Minuten sollte dieser jedoch nicht dauern, da der Körper sonst wieder vermehrt Melatonin produziert, was das Wachwerden erschwert. (Melatonin-Einnahme: Mögliche Nebenwirkungen)
Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse macht Menschen, die an Frühjahrsmüdigkeit leiden, zusätzlich fit. Gönnen Sie sich neben Obst der Saison auch Vitamin-C-haltige Zitrusfrüchte. Diese stärken gleichzeitig das Immunsystem. Aus dem Gemüsebeet dürfen es jetzt vor allem Spinat, Salate, Möhren, Lauch und Frühlingszwiebeln sein, die die Vitamine C und E enthalten und zur Zellerneuerung beitragen. Und wie immer gilt: Viel trinken. Mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertee oder verdünnte Fruchtsäfte sollten Sie am Tag zu sich nehmen. So sollte die Frühjahrsmüdigkeit bald überwunden sein. Fühlen Sie sich jedoch über die Umstellungszeit im Frühjahr hinaus ständig schlapp und müde, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. (Melatonin: Diese Lebensmittel fördern den Schlaf)
Quelle: ks (CF)