| kt (CF)
Gerade nach Langstreckenflügen gerät der Körperrhythmus ganz schön durcheinander. Mit Melatonin gegen Jetlag können Sie schneller einschlafen und sich besser auf den neuen Tagesrhythmus des Zielortes einstellen. Dennoch ist das Schlafmittel nicht unumstritten und Alternativen sind durchaus gegeben.
Ein Jetlag bezeichnet eine Störung des Schlaf-Wachrhythmus. "Jet" steht hier für Flugzeug und "lag" für Verzögerung. Ein Jetlag kann entstehen, wenn Sie in andere Zeitzonen reisen, vor allem bei Flügen in Richtung Osten ist er häufig stärker ausgeprägt. Das liegt daran, dass der Körper auf einen etwas längeren Tagesrhythmus eingestellt ist und zu späterer Stunde am Zielort fällt es dann schwerer, einzuschlafen. Ein Jetlag macht sich durch Symptome bemerkbar wie Schlaf- und Hungerstörungen, Müdigkeit, Orientierungslosigkeit oder auch Durchfall.
Es gibt Möglichkeiten, dem Jetlag vorzubeugen beziehungsweise ihn schnell auszugleichen. Nehmen Sie beispielsweise das Hormon Melatonin gegen Jetlag, können Sie besser einschlafen – etwa am Zielort, an dem es bereits sehr spät sein könnte. Das Hormon signalisiert dem Körper, dass er ruhen soll. So passen Sie Ihren Rhythmus an ein normales Niveau an und können den Jetlag bewältigen. Melatonin ist als Nahrungsmittelergänzung in vielen Apotheken rezeptfrei und in Kapselform erhältlich. (Melatonin: Die Bedeutung des körpereigenen Hormons)
Dennoch ist der Einsatz von Melatonin gegen Jetlag ein kontrovers diskutiertes Thema, merkt Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin in Düsseldorf, laut der "Ärzte Zeitung" an. Es wirkt nach der Einnahme recht spät und weiterhin sind Nebenwirkungen vieler dieser Produkte unzureichend geprüft. Auch sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wie Gerinnungshemmern unklar. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrem Arzt darüber, ob Melatonin gegen Jetlag für Sie überhaupt geeignet ist. So vermeiden Sie unerwünschte Nebenwirkungen und erhalten eine hilfreiche Empfehlung Ihres Arztes, der vielleicht schon gute Erfahrungen mit bestimmten Produkten gemacht hat. (Melatonin-Einnahme: Hier lauern Gesundheitsgefahren)
Doch auch ohne die Einnahme von Melatonin können Sie einen Jetlag vermeiden. Bei Ostflügen sollten Sie möglichst viel schlafen und Speisen mit vielen Kohlenhydraten zu sich nehmen. So können Sie später nämlich besser einschlafen.
Bei Westflügen sollten Sie hingegen besser wach bleiben. Hierbei hilft es, eiweißreiche Mahlzeiten zu essen. Sind Sie am Zielort angekommen, passen Sie sich am besten schnell an den dortigen Tagesrhythmus an, unternehmen in den ersten zwei Tagen aber möglichst keine anstrengenden Aktivitäten. Kommen Sie nachts an, schlafen Sie möglichst viel.
Quelle: kt (CF)