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Wespenstiche können nicht nur unangenehm, sondern teilweise sogar auch lebensbedrohlich sein. Besonders in der warmen Sommerzeit sind Wespen aktiv, da sie auf Nahrungssuche sind. Wie Sie sich am besten vor dem schmerzlichen Stich schützen können, erfahren Sie hier.
Im Sommer sollten Sie sich mit ganz gewöhnlichen Maßnahmen gegen Wespenstiche schützen. Decken Sie zum Beispiel Ihre Speisen und Getränke draußen im Sommer immer ab, so locken Sie Wespen gar nicht erst an. Verschließbare und durchsichtige Flaschen sind ebenfalls ein guter Schutz vor Wespen. Süßlich riechende Parfüms, Aftershave oder Haarspray kann Wespen reizen und ebenfalls zum Stechen animieren. Daher sollten Sie lieber auf solche Sachen in der Natur verzichten. Auch auf den Nachwuchs sollten Sie immer achten. Kinder kleckern manchmal, weshalb Sie Gesicht und Kleidung immer schnell sauber machen sollten, wenn mal was daneben geht.
In Ihrem Zuhause können Sie hingegen schützende Insekten-Netze vor Türen und Fenster anbringen, damit Wespen im Sommer nicht in die Räume gelangen. Tipp: Stellen Sie im Sommer Schälchen mit ätherischen Ölen auf Ihren Esstisch. Oder Sie nehmen eine halbe, ausgepresste Zitrone mit Nelkenblättern. Das mögen die Insekten überhaupt nicht, so das Gesundheitsmagazin "AOK Vigo".
Falls sich Ihnen aber doch eine Wespe nähert, sollten sich nicht fuchteln, schlagen oder die Insekten anpusten. Wespen fühlen sich dann bedroht und durch Angst tritt Schweiß aus, der für die Insekten wie ein Alarmstoff wirkt. Dadurch greift sie an und sticht zu. Bleiben Sie also ruhig. (Insektengift: Was Sie bei einer Allergie tun sollten)
Sollte es dennoch zu einem Stich kommen, sollten gerade Allergiker aufpassen. Denn bei ihnen wird die Wespenattacke schnell lebensbedrohlich. Wo bei normalen Menschen der Stich nach einer Weile wieder abschwillt, können bei Allergikern Nesselsucht, Hautrötung, Hitzegefühl, Blutdruckabfall, Herzrasen, Atemnot oder gar ein allergischer Schock die Folgen sein. Manche Menschen wissen dabei oftmals nicht, dass sie gegen Wespenstiche allergisch sind - bis sie dann eine Wespe sticht. Aber auch nach mehreren Stichen macht sich eine Allergie nicht unbedingt bemerkbar und ist schwierig vorauszusehen, so die Allergologin Dr. Esther Coors von dem Universitäts-Klinikum Hamburg in einer Dokumentation des Norddeutschen Rundfunks.
Mit einer besonderen Immuntherapie - auch Hyposensibilisierung genannt - können sich Allergiker aber schützen. Hierbei bekommt der Patient verdünntes Insektengift verabreicht, an das sich der Körper mit der Zeit gewöhnt und die allergische Reaktion zurückgehen soll. Zum Schluss der Hyposensibilisierung lässt sich der Patient dann unter Aufsicht medizinischen Personals von einer Wespe stechen, um idealerweise ein erfolgreiches Therapieergebnis festzustellen. Diese Schutzmaßnahme hat eine hohe Erfolgsquote von über 90 Prozent, so Coors weiter. (Keine Panik: Tipps zum Umgang mit Wespen)
Quelle: ah (CF)