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Kaum ein Leiden erweist sich als so qualvoll und hartnäckig wie Zahnschmerzen. Dabei sind die Ursachen unterschiedlich und müssen nicht immer von den Zähnen selbst herrühren. Um die Schmerzen kurzfristig zu lindern, hilft oft schon das eine oder andere einfache Hausmittel. Sollten die Zahnschmerzen jedoch anhalten oder gar stärker werden, kommen Sie um einen Besuch beim Zahnarzt nicht herum.
Die Ursachen für Zahnschmerzen können vielfältig sein. Der Auslöser ist jedoch stets eine Reizung des Zahnnervs. Dieser findet sich im Inneren Ihrer Zähne und ist bei einem gesunden Gebiss nicht zu spüren. Sobald jedoch die natürliche Ummantelung durch den Zahnschmelz oder das Zahnfleisch nicht mehr funktioniert, beginnen die Zahnschmerzen. Ein Grund können freiliegende Zahnhälse sein. Wenn diese mit kalten oder heißen Flüssigkeiten oder Süßem in Berührung kommen, macht sich der Zahnnerv bemerkbar, indem er Schmerzsignale aussendet. Neben freiliegenden Zahnhälsen können auch Karies, undichte Füllungen, entzündetes Zahnfleisch, durchbrechende Weisheitszähne oder gar Wurzelvereiterungen, die den Kieferknochen angreifen, Ursache für Zahnschmerzen sein. Nur eine zahnärztliche Diagnose sorgt hier für Klarheit und hilft Ihnen weiter, indem zunächst die Ursachen erforscht und dann entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. (Rauchen als häufige Ursache für Parodontitis)
Bei Zahnschmerzen hilft manchmal nur der Gang zum Zahnarzt (Quelle: imago)
Je früher Sie einen Zahnarzt aufsuchen, desto eher lassen sich die Ursachen auch ohne einen aufwendigen Eingriff behandeln. Bei frühzeitig erkannter Karies helfen laut der "Apotheken Umschau" häufig Fluoridpräparate oder eine Laserbehandlung, um das Problem in den Griff zu bekommen. So bleibt Ihnen ein chirurgischer Eingriff erspart, sollte die Karies erst eine Zahnwurzelentzündung verursacht haben.
Zahnfleischbluten kann hingegen ein Anzeichen für Paradontitis sein – also eine Entzündung des Zahnbetts. Wird sie rechtzeitig erkannt, kann eine Entfernung der verantwortlichen Bakterien aus den Zahnfleischtaschen Schlimmeres verhindern. Auch Antibiotika können bei einer frühzeitigen Behandlung eingesetzt werden und ersparen Ihnen im Idealfall einen operativen Eingriff. (Mit gesundem Zahnfleisch zu gesunden Zähnen)
In manchen Fällen liegen die Ursachen für Zahnschmerzen aber auch außerhalb des Mundraums. So können sich laut dem Gesundheitsportal "lifeline.de" beispielsweise auch eine Mittelohrentzündung oder Migräne auf die Zähne auswirken. Kann der Zahnarzt keine Ursache für Ihre Zahnschmerzen im Mundraum feststellen, sollten Sie anschließend Ihren Hausarzt aufsuchen, um dem Ursprung der Schmerzen auf den Grund zu gehen. Bedenken Sie zudem, dass manche Zahnschmerzen psychosomatische Ursachen haben. In diesem Fall hilft es unter Umständen, sich professionelle Hilfe zu suchen, um besser mit Stress umgehen zu lernen oder seelische Probleme zu lösen. (Zahnpflege für Senioren: So putzen Sie richtig)
Grundsätzlich sollten Sie bei Zahnschmerzen, schnellstmöglich einen Termin beim Zahnarzt zu vereinbaren. Doch was hilft, um die Schmerzen in der Zwischenzeit zu ertragen? Bereits durch Kühlung lässt sich zumindest übergangsweise Linderung verschaffen. Wenn Sie auf ein Schmerzmittel aus der Apotheke nicht verzichten wollen, sollten Sie darauf achten, dass dieses keine Acetylsalicylsäure (ASS) enthält, warnt "gesundheit.de". Deren blutverdünnende Wirkung könnte bei einem möglicherweise notwendigen operativen Eingriff durch den Zahnarzt zu Komplikationen führen.
Auch mit altbewährten Hausmitteln wie desinfizierendem Nelkenöl, das Sie auf die schmerzenden Stellen streichen, oder durch das Kauen von frischem Rosmarin können Sie eine lindernde Wirkung erzielen. Welches Hausmittel in Ihrem Fall am besten hilft, finden Sie heraus, indem Sie verschiedene ausprobieren. Es empfiehlt sich auch das Gurgeln mit verdünntem Teebaumöl oder Salbeitee. Wichtig: Verzichten Sie auf keinen Fall auf den Besuch beim Zahnarzt, auch wenn die Zahnschmerzen kurzfristig aussetzen. Schließlich sind Zahnschmerzen stets auch ein Warnsignal, und wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren, riskieren Sie das Absterben des betroffenen Zahnes. (So wenden Sie Interdentalbürsten richtig an)
Quelle: sk (CF)