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Eingewachsener Zehennagel: Ursachen, Symptome, Therapie

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Ursachen, Symptome, Therapie  

Eingewachsener Zehennagel: So vermeiden Sie Entzündungen

| uc (CF)

Ein eingewachsener Zehennagel ist als medizinisches Problem durchaus häufig: Etwa ein Drittel aller Beschwerden an den Füßen sind darauf zurückzuführen. Häufig ist falsche Nagelpflege die Ursache.

Entzündungen vermeiden

Ein eingewachsener Zehennagel entsteht meist durch falsche Pflege. Viele Menschen schneiden sich die Fußnägel ähnlich wie die Fingernägel – nämlich abgerundet, in einem ovalen Bogen. Um zu vermeiden, dass sich die Ecken in die Haut bohren und dort eine Entzündung verursachen, sollten die Nägel aber in der Regel gerade und nicht zu kurz geschnitten werden. Andernfalls kürzen Sie den Nagel links und rechts zu weit nach unten. Die Folge: Der Nagel wächst sehr viel leichter ein.

Eingewachsener Zehennagel: Ursachen, Symptome, Therapie. Am eingewachsenen Nagel ist häufig ein falscher Schnitt schuld. (Quelle: imago/Paul von Strohelm)

Am eingewachsenen Nagel ist häufig ein falscher Schnitt schuld. (Quelle: Paul von Strohelm/imago)

Weitere Ursachen des Leidens

Ein eingewachsener Zehennagel kann ebenfalls durch das Tragen von engen Schuhe begünstigt werden. Auch Schweißbildung am Fuß ist eine mögliche Ursache. Die Haut weicht im Bereich des Nagels auf, ein Einwachsen wird dadurch wahrscheinlicher. Entsprechend häufig sind beispielsweise Fußballer betroffen: Sie setzen ihre Zehen einerseits durch das regelmäßige Balltreten einem ständigen Druck aus, hinzu kommen meist schwitzende Füße.

Schließlich gilt auch die Veranlagung als möglicher Grund für einen eingewachsenen Zehennagel, da das Problem familiär gehäuft auftritt.

Eingewachsener Zehennagel: Symptome des Leidens

Ein typisches Symptom für einen eingewachsenen Zehennagel sind lokale Schmerzen. Diese sind unter Umständen so stark, dass viele alltägliche Dinge zur Qual werden können: Nicht nur das Tragen enger Schuhe ist nahezu unmöglich, viele Betroffene leiden auch schon durch das Tragen von Strümpfen. Doch auch in Ruhelage ist ein Schmerz möglich, den viele Betroffene als "pochend" beschreiben.

Darüber hinaus ist meist eine Schwellung zu beobachten. Diese wird in der Regel durch die Entzündung hervorgerufen, die meist mit einem eingewachsenen Zehennagel einhergeht. Zusätzlich ist die Haut häufig gerötet, eventuell fühlt sich der Bereich auch warm an. Wurde der eingewachsene Zehennagel nicht behandelt, kann es zu Blutungen und Eiterbildung kommen. In den meisten Fällen ist der große Zeh betroffen.

Welch Hausmittel helfen gegen das Nagelproblem?

Als schnelle Hilfe empfiehlt es sich einen Blick in die Hausapotheke zu werfen. Eine Jod- als auch eine Wundsalbe können schnell Linderung verschaffen. Fußbäder mit Kamille oder Jod können bei akuten Beschwerden Schmerzen lindern. 

Nach der Erstversorgung durch Hausmittel sollten Betroffene einen Podologen aufsuchen, der eine geeignete Therapie in die Wege leiten kann.

Behandlung des Zehennagels: So geht der Podologe vor

Handelt es sich um einen eingewachsenen Zehennagel im frühen Stadium, verwendet der Podologe Nagelklammern oder spezielle Tapes. Erstere ziehen die Nagelränder nach oben – entsprechend können diese nicht mehr einwachsen. Tapes wiederum ziehen den Nagelwall nach außen, sodass der Nagel mehr Raum hat.

Auch eine Verödung ist als Therapie denkbar. Hier verwendet der behandelnde Mediziner Phenol, um das Nagelbett zu veröden. Allerdings sind die Ergebnisse bei dieser Methode laut Angaben der Techniker Krankenkasse oftmals nicht befriedigend.

Eingewachsener Zehennagel: Wann ist eine OP nötig?

Führen die genannten konservativen Methoden der Behandlung nicht zu einer Besserung, ist ein eingewachsener Zehennagel meist nur noch durch eine OP zu heilen. Dies ist häufig auch dann der Fall, wenn der Zehennagel längere Zeit unbehandelt blieb.

Bei der OP, die in der Regel unter örtlicher Betäubung stattfindet, entfernt der behandelnde Arzt die eingewachsen Nagelecken sowie das umliegende Gewebe. Für diesen operativen Eingriff setzen viele Mediziner einen speziellen Laser ein. Ein Nähen der Wunde ist in der Regel nicht erforderlich. Die Stelle wird  mit einem Pflaster versorgt, das regelmäßig gewechselt werden muss. Betroffene sollten die Wunde regelmäßig kontrollieren lassen, damit der Podologe ein erneutes Einwachsen frühzeitig erkennt.

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