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Mysterium Schlaf: Warum träumen wir?

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Träume entschlüsseln  

Mysterium Schlaf: Warum träumen wir?

| hm (CF)

Spannend, unglaublich, sonderbar: In Träumen passieren die verrücktesten Dinge. Warum ist das so? Und warum träumen wir überhaupt? Eine kurze Expedition in die wunderbaren Tiefen des Unterbewusstseins.

REM-Schlaf: Der Körper ruht, das Gehirn werkelt

Schwer zu glauben ist es schon: Während sich unser Körper nachts erholt, arbeitet das Gehirn in bestimmten Intervallen einfach weiter – und wie. Es scheint gesichert, dass der Denkapparat in den Phasen des sogenannten REM-Schlafs am aktivsten ist. In diesen Schlafabschnitten, die vor allem in der zweiten Nachthälfte bis zum Morgen hin häufiger werden, bewegen sich die Augen des Schlafenden hinter den geschlossenen Lidern vergleichsweise stark. Das bildhafte, intensive Erleben im Traum ist hier am stärksten ausgeprägt. Entsprechend wird diese Art des Schlafs als "Rapid Eye Movement"-, kurz also als REM-Schlaf bezeichnet. Der REM-Schlaf macht etwa 20 Prozent des Gesamtschlafs aus. Auch während dem NON-REM-Schlaf und dem Tiefschlaf träumen wir, allerdings nicht so intensiv. 

Mysterium Schlaf: Warum träumen wir?. Die Künstler des Surrealismus haben das Traumhafte zum zentralen Aspekt ihrer Werke gemacht.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Künstler des Surrealismus haben das Traumhafte zum zentralen Aspekt ihrer Werke gemacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Warum träumen wir? Aufräumen im Gehirn

Was das Gehirn im REM-Schlaf genau macht, ist nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Dem Wissensmagazin "Geo" zufolge nutzt es diese Phasen, um zu sortieren, zu ordnen und aufzuräumen: die Eindrücke des zurückliegenden Tages etwa, neue Erfahrungen, aber auch Erinnerungen an weit zurückliegende Erlebnisse. Alles, was während des Tages auf uns einprasselt, wird vom Gehirn während des Träumens also ein- oder auch aussortiert.

Träume als Hinweis auf Wünsche und Ängste?

Möglicherweise träumen wir auch, um Neues in den Tiefen unseres Bewusstseins zu entdecken. Eine Theorie, die jener des nächtlichen Ordnens und Aufräumens ein wenig widerspricht, schlägt in diese Richtung: Kann es sein, dass das Unterbewusstsein im REM-Schlaf direkt mit uns spricht? Laut "Geo" gibt es für diese Theorie durchaus Belege. Demnach wird während des Schlafs vor allem das Belohnungszentrum im Vorderhirn aktiv – also der Bereich, der, allgemein gesprochen, für Wünsche und Bedürfnisse zuständig ist. Es scheint so, als ob sich in unseren Träumen Ziele, Ideen und Wünsche für die Zukunft finden lassen.

Ein weiterer Ansatz in dieser Richtung besagt laut der Seite "dasgehirn.info", dass wir träumen, um uns auf zukünftige Situationen vorzubereiten und praktische Fähigkeiten zu trainieren. Zudem verarbeiten wir mit Träumen Angstsituationen und lernen so, mit diesen umzugehen. Albträume dienen demnach dazu, Gefahren zu vermeiden, wodurch evolutionär gesehen eine höhere Überlebenschance besteht. 

Problematik der Traum-Forschung

Eine besondere Schwierigkeit, die sich bei der Erforschung der Funktion des Träumens ergibt, ist die Tatsache, dass ein Traum etwas höchst Individuelles ist. Zwar kann mittels eines Hirnscans das Vorhandensein von Traumeindrücken mittlerweile sogar "nachgewiesen" werden, wie die Online-Ausgabe der FAZ berichtet. Um allerdings herauszufinden, was geträumt wurde, muss die Versuchsperson anschließend von ihrem Traum erzählen. Dadurch kann es beispielsweise sein, dass die Person, durch das Nachdenken über den Traum im Wachzustand, eine neue Sichtweise auf eine Situation oder ein Problem erhält. Der Forscher weiß dann aber nicht, ob dieser Effekt ein Resultat des Traums selbst oder des Nachdenkens über den Traum ist. 

Warum sind Träume oft so bizarr?

Wenn Traumbilder im Gehirn entstehen, arbeiteten bestimmte Areale des Gehirns auf Hochtouren. Dabei gibt es viele Parallelen zum Wachzustand. Beispielsweise ist der Motorcortex, der Bereich für die Steuerung von Bewegung, aktiv. Damit wir uns im Schlaf aber nicht bewegen und damit verletzen, ist die Übertragung zum Muskel blockiert. Aktiver als im Wachzustand ist die Amygadala. Dabei handelt es sich um einen Teil des limbischen Systems, welcher für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Der Präfrontale Cortex ist hingegen weniger aktiv. Dieser Bereich ist laut "dasgehirn.info" für das planerische und geradlinige Denken verantwortlich. Forscher vermuten, dass unsere Träume oft sehr bizarr sind, weil in diesem Bereich währenddessen eine geringe Aktivität herrscht.

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