23.01.2013, 15:33 Uhr | sj (CF)
Einzeln verpackte und individuell abgestimmte Medikamente im Pflegeheim – die sogenannte Verblisterung macht es möglich. Erhalten die Patienten ihre Arznei nämlich nur in der vorgeschriebenen Dosis, hat das sowohl Vorteile als auch Nachteile. So sparen sich Patienten durch einzeln verpackte Medikamente zum Beispiel überschüssige Ausgaben, doch fallen auch Extrakosten für Pflegeheime an und nicht alle Medikamente sind verblistbar.
Apotheken und sogenannte Blisterzentren kümmern sich um eine auf den Patienten abgestimmte Medikamenten-Einteilung. Apotheker arbeiten mit den Zentren zusammen und schicken ihnen die jeweiligen Aufträge. In dem Blisterzentrum füllt eine Maschine dann vollautomatisch Pillen in spezielle Verblisterungen ab, welche die exakte Menge an Medikamenten meist entsprechend der Tageszeit und des Wochentags enthalten. Nach einer erneuten Prüfung der richtigen Arznei und Dosis geht die Medizin dann über einen Kurier an das Pflegeheim, wo der Patient die exakte Menge des Medikaments erhält.
Solch ein Verblisterungsprozess hat durchaus Vorteile, auch wirtschaftlich gesehen. Denn wenn ein Arzt zum Beispiel Medikamente absetzt, schmeißt der Patient nicht etwa die Reste inklusive Verpackung weg. So entsteht einerseits kein weiterer Verpackungsmüll und andererseits sinken durch die genau abgestimmte Menge auch die Kosten für die Medikamente.
Außerdem hat die Verblisterung von Medikamenten einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie spart den Pflegekräften Zeit bei der Medikamentenverteilung und können sich stattdessen intensiver den Patienten widmen. Denn normalerweise müssen sie Pillen und Tabletten vor der Verabreichung einzeln aus der Verpackung drücken.
Die Zeitersparnis der Pflegekräfte muss allerdings nicht real sein. Sie müssen die verblisterte Arznei nach wie vor mit den ärztlichen Verordnungen abgleichen. Schließlich tragen immer noch sie die Verantwortung, wenn sie die Medikamente an die Patienten austeilen. Und das kostet Zeit.
Außerdem ist es nicht möglich, alle Arzneien zu verblistern. Die Pflegekräfte müssen einige Betäubungsmittel, Kau-, Brause- und diverse Hormontabletten nach wie vor selber vorbereiten und ausgeben. Hinzu kommen noch Antibiotika und flüssige Mittel, die sich nicht verblistern lassen. Auch hier ist eine Zeitersparnis der Pflegekräfte zu hinterfragen.
Ein weiterer Nachteil liegt weiterhin in den Gebühren, die für die Verblisterung anfallen. Es sind nicht etwa die Patienten, die diese Beiträge zahlen, sondern die Pflegeheime. Die Krankenkassen zahlen aber trotz Mehrkosten nichts hinzu, wie der "Rundfunk Berlin-Brandenburg" berichtet. Und somit zögern auch viele Pflegeheime, die Medizin verblistern zu lassen.
23.01.2013, 15:33 Uhr | sj (CF)
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