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Stammzellenspende: Ablauf, Risiko und Voraussetzungen

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Organspende  

Stammzellen spenden und Leben retten

| ki (IP)

Um Stammzellen zu spenden, müssen Sie sich in einer Datei registrieren lassen. Passen Ihre Merkmale zu denen eines schwer kranken Menschen, können Sie so unter bestimmten Voraussetzungen sein Leben retten.

Wozu werden Stammzellen gebraucht und wie funktioniert die Spende?

Am häufigsten wird die Stammzellentransplantation "bei verschiedenen Formen von Blutkrebs angewendet", heißt es auf der Homepage der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“ (DKMS). Doch auch starke Blutarmut, Leukämie, Lymphknotenkrebs und Erkrankungen der roten Blutkörperchen sowie schwere, angeborene Immundefekte bei Kindern können durch eine Transplantation geheilt werden. Die Stammzellen werden nicht in jedem Krankenhaus entnommen.

Stammzellenspende: Ablauf, Risiko und Voraussetzungen. Stammzellenspende ist für viele Kinder die einzige Hoffnung auf Heilung (Quelle: Freestocks.org)

Stammzellenspende ist für viele Kinder die einzige Hoffnung auf Heilung (Quelle: Freestocks.org)

Wie kann ich mich als Stammzellenspender registrieren?

Lassen Sie sich daher bei einer der regelmäßig und deutschlandweit abgehaltenen Aktionen registrieren, die zuvor auf den Webseiten der Spenderorganisationen angekündigt werden. Alternativ können Sie sich auch direkt an eine der etwa 30 Spenderkarteien in Deutschland wie die DKMS wenden. Auf den Webseiten registrieren Sie sich online und werden dann in die Kartei potenzieller Spender aufgenommen. Die Registrierung ist kostenlos, Sie können die jeweilige Organisation jedoch mit einer kleinen Spende unterstützen.

Voraussetzungen und Ausschlusskriterien für Spender

Möchten Sie Stammzellen spenden, müssen Sie mindestens 50 Kilogramm wiegen und 18 Jahre alt sein. Sobald Sie das 55. Lebensjahr überschritten haben, schwanger sind oder stillen, dürfen Sie nicht mehr spenden. Dies gilt auch, wenn Sie an Diabetes, Erkrankungen an den Nieren oder Schilddrüsen sowie Autoimmunkrankheiten leiden. Menschen mit Geschlechtskrankheiten dürfen ebenfalls nicht an der Spende teilnehmen. Aber auch, wenn Sie eine Herz-Kreislauf-Schwäche oder zahlreich wechselnde Geschlechtspartner haben, sind Sie als Spender ungeeignet.

Stammzellenspende: Typisierung

Wurden Sie in eine Spenderkartei aufgenommen, können Sie mit einem Wattestäbchen einige Zellen Ihrer Mundschleimhaut entnehmen und einschicken. Alternativ lassen Sie sich etwas Blut abnehmen. Bei der Typisierung werden Ihre Zellen dann zunächst untersucht.

Ablauf der Stammzellenspende

Stimmen Ihre Gewebemerkmale mit denen eines Patienten überein, folgt ein umfassender Gesundheitscheck: Ihr Blut wird untersucht, Ihre Lungenfunktion getestet und ein Belastungs-EKG vorgenommen. Ist alles in Ordnung, gibt es zwei Alternativen für die Stammzellenentnahme. Am häufigsten werden die Stammzellen bei der peripheren Entnahme ambulant aus Ihrem Blut gefiltert. In etwa 20 Prozent der Fälle müssen die Stammzellen unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm entnommen werden. Haben Sie sich zu einer Stammzellenspende entschlossen, müssen Sie nicht befürchten, danach zu wenig eigene Stammzellen zu besitzen. Ihr Körper bildet die Zellen automatisch nach.

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