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Die Gürtelrose ist eine Viruserkrankung der Haut, die sich vor allem durch einen schmerzhaften, blasenartigen Ausschlag bemerkbar macht. Medizinisch korrekt nennt sich dieses Phänomen "Herpes Zoster" und tritt vor allem bei älteren Menschen mit einem geschwächten Immunsystem auf.
Die Gürtelrose wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, das im Kindesalter auch für Windpocken verantwortlich ist. Hier liegt auch die besondere Gefahr der Hautkrankheit: Da sehr viele Kinder an Windpocken erkranken, tragen sie den Virus ihr Leben lang im Körper und werden mit fortschreitendem Alter zu potenziellen Gürtelrose-Patienten. Der Ausbruch der Krankheit geht dementsprechend häufig durch eine „Reaktivierung“ der Viren vonstatten. Die Gefahr ist dann am größten, wenn das Immunsystem geschwächt ist, so die "Apotheken Umschau", doch auch Stress und körperliche Belastungen können Auslöser von Gürtelrose sein.
Im Gegensatz zu den Windpocken, die sich in der Regel am ganzen Körper ausbreiten, äußert sich die Gürtelrose durch örtlich begrenzte Hautausschläge. Gleichzeitig machen sich ein leichtes Fieber sowie eine durchgehende Müdigkeit bemerkbar. Nach einigen Tagen röten sich einzelne Hautstellen am Körper und beginnen deutlich zu schmerzen. Der Ausschlag ist dabei an seiner Streifenform zu erkennen. Häufig entstehen auch kleine Bläschen. Die gute Nachricht: Bei den meisten betroffenen Menschen gestaltet sich der Krankheitsverlauf mild und ohne Komplikationen. Jüngere Patienten können sich in der Regel auf die eigene Immunabwehr verlassen, während bei den Älteren auch eine antivirale Therapie notwendig sein kann.
Allerdings: "Die Schmerzen können sehr stark sein und sehr lange, auch nach vollständiger Abheilung der Haut bleiben", so Dr. Dorothée Nashan, Expertin für Hautkrankheiten an der Uniklinik Freiburg, auf der Website der Klinik. Man spricht in diesem Fall vom sogenannten Zoster-Schmerz. Zudem sollten Patienten beachten, dass das Varizella-Zoster-Virus durch Kontakt- und Schmierinfektionen hoch ansteckend ist.
Wenn der Zoster-Schmerz abgeklungen ist, kann diesem eine sogenannte postzosterische Neuralgie folgen. Dann ist die Gürtelrose zwar vollständig geheilt, das Schmerzempfinden lässt aber nicht nach. Bereits der Hautkontakt mit Kleidung oder das Anlegen eines Autogurtes kann dabei große Schmerzen verursachen, sodass eine Schmerztherapie unumgänglich wird. Zusätzlich besteht besonders bei alten und immunschwachen Patienten die Gefahr einer Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung. Gelegentlich führen diese zu bleibenden Lähmungen, weshalb die Gürtelrose keinesfalls verharmlost werden sollte. Konsultieren Sie daher auch bei kleinen Verdachtsfällen unbedingt Ihren Hausarzt. (Gürtelrose behandeln: So finden Sie die richtige Therapie)
Quelle: sk (CF)
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