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Lippenherpes: Die richtige Behandlung

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Lippenherpes: So sieht die richtige Behandlung aus

13.12.2013, 11:53 Uhr | sk (CF)

Lippenherpes macht sich durch juckende oder brennende Bläschen bemerkbar, ist aber in der Regel harmlos. Wer die Viruserkrankung richtig behandelt, wird die lästigen Bläschen ohne Probleme schnell wieder los. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Tipps und sagen Ihnen, welche Methoden sinnvoll sind.

Fast jeder trägt das Herpesvirus in sich

"Rund 80 Prozent aller Erwachsenen tragen das Virus in sich. Allerdings bildet längst nicht jeder von ihnen tatsächlich einmal eine Herpesinfektion aus", erklärt der Virologe Dr. Hans W. Doerr, Direktor des Instituts für Medizinische Virologie am Frankfurter Universitätsklinikum, gegenüber der "Welt". Verantwortlich ist in den meisten Fällen das so genannte Herpes-simplex-Virus Typ 1, mit dem sich viele bereits im Kindesalter infizieren. Es setzt sich in den Nervenknoten fest und bricht in unregelmäßigen Schüben aus.

Lippenherpes: So sieht die richtige Behandlung aus. Bei Herpesbefall sollte man aufs Küssen verzichten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Herpesbefall sollte man aufs Küssen verzichten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie steckt man sich an?

Durch den Kontakt mit Speichel kann das Virus übertragen werden. Über die Schleimhaut gelangt es in den Körper und bewegt sich auf den Nervenbahnen entlang, bis es sich schließlich in den Nervenknoten festsetzt. Diese Nervenknoten werden auch Ganglien genannt. Das Virus ist ein Leben lang vorhanden und kann durch Infekte, Stress oder starke Sonneneinstrahlung ausgelöst werden.

Lippenherpes vom Arzt richtig behandeln lassen

Herpes ist zwar lästig, in der Regel jedoch ist der Krankheitsverlauf harmlos. Nur in seltenen Fällen breitet sich das Virus auf die inneren Organe aus. Einen Arzt sollten Sie immer dann aufsuchen, wenn die Symptome von Lippenherpes nach zehn Tagen noch nicht abgeklungen sind oder die Erkrankung häufiger als sechsmal pro Jahr auftritt, raten die Gesundheitsexperten der ARD.

Auch wenn sich die Bläschen großflächig im Gesicht ausbreiten, starke Schmerzen verursachen sowie Schwellungen auftreten, ist ein Arztbesuch unbedingt anzuraten. In diesen Fällen wird Lippenherpes oft mit antiviralen Tabletten behandelt. Wichtig ist auch, dass Sie die Herpesbläschen auf gar keinen Fall aufstechen, da sich die Infektion sonst verbreiten kann.

Hausmittel gegen Lippenherpes: Die meisten sind wirkungslos

Viele, die unter Lippenherpes leiden, setzen auf diverse Hausmittel. Doch nicht alle davon sind wirklich empfehlenswert. So eignen sich beispielsweise Zahnpasta und Alkohol nicht dafür, die betroffenen Stellen richtig zu behandeln, da sie zu stark austrocknend wirken. Im schlimmsten Fall dauert der Heilungsprozess sogar länger als ohne Behandlung, verrät der Dermatologe Gerd Gauglitz von der Ludwig Maximilians Universität München gegenüber der ARD.

Teebaumöl wirkt hingegen tatsächlich desinfizierend, wenn Sie es auf die Bläschen auftragen. Allerdings kann das ätherische Öl allergische Reaktionen auf der empfindlichen Haut im Lippenbereich hervorrufen, warnt Gauglitz.

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Hausmittel gegen häufige Krankheiten

Zink, Melisse oder doch besser Cremes?

Virologe Doerr spricht Hausmitteln wie Zinksalbe und Melissentinktur in der "Welt" allenfalls eine lindernde Wirkung zu. Dermatologe Gauglitz geht sogar noch weiter und rät im Interview mit der ARD von Zinksalbe ab, da auch sie die Haut zu sehr austrocknen könne, zumal auch keines dieser Hausmittel die Viruserkrankung an sich bekämpft. Falls Sie dennoch auf diese Hausmittel schwören, ein Tipp: Tragen Sie diese unbedingt mit einem Wattestab auf, um das Virus nicht mit den Fingern zu verbreiten.

Den Krankheitsverlauf effektiv um etwa zwei Tage verkürzen würden laut Gauglitz nur rezeptfreie Cremes mit den Wirkstoffen Aciclovir und Penciclovir. Wer sich für eines dieser Virostatika entscheidet, kann sich sicher sein, dass er Lippenherpes richtig behandelt. Ein Virostatikum ist ein Stoff, der die Vermehrung von Viren hemmt.

Ist es möglich, Herpes vorzubeugen?

Bestimmte Faktoren können eine Herpes-Erkrankung begünstigen. Dazu zählen vor allen Dingen Stress, intensive Sonneneinstrahlung, starke Hautreizungen oder sogar ein Besuch beim Zahnarzt. Sollten Sie wissen, dass sie auf eines davon sehr empfindlich reagieren, sollten sie versuchen, dass Risiko zu verringern, indem Sie zum Beispiel Lippenbalsam nutzen, der einen UV-Schutz enthält.

Bevor Sie zum Zahnarzt gehen, sollten Sie sich ein Virostatikum auf die Lippen auftragen. Herpes können Sie aber am besten vorbeugen, indem Sie Ihr Immunsystem stärken, also regelmäßig Sport treiben und auf eine gesunde Ernährung achten.

 
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