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Heiserkeit: Was hilft wenn die Stimme versagt?

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Rauer Hals  

Heiserkeit: Was hilft, wenn die Stimme versagt?

| tj (CF)

Wer kennt das nicht: Sie wachen morgens auf und sind von Heiserkeit geplagt. Das geplante Meeting im Job oder die Verabredung müssen Sie absagen. Damit Ihre Stimme möglichst schnell wieder fit wird, sollten Sie ein paar grundlegende Tipps beachten – so haben Sie schnell wieder etwas zu sagen.

Ursachen kennen und der Heiserkeit vorbeugen

Um erst gar nicht in die Situation zu kommen, dass die Stimme versagt, sollten Sie die vielfältigen Ursachen für Heiserkeit kennen. Trockene Schleimhäute sind ein häufiger Grund, wenn Ihre Stimme wegbleibt. Daher der Tipp der ARD: Meiden Sie extrem klimatisierte Räume mit trockener Luft oder halten Sie sich nur so lange wie nötig darin auf. Auch Tabakrauch, Allergien, verschiedene Medikamente und Infekte können die Stimmbänder reizen und Heiserkeit verursachen. Aber auch anhaltender Stress.

Liegen eine Reaktion auf bestimmte Arzneimittel, hormonelle Ursachen oder eine Entzündung der Atemwege zugrunde, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen und sich von ihm ausführlich untersuchen und beraten zu lassen.

Heiserkeit: Was hilft wenn die Stimme versagt?. Wenn die Stimme versagt, liegt das meistens an trockenen Schleimhäuten. (Quelle: imago)

Wenn die Stimme versagt, liegt das meistens an trockenen Schleimhäuten. (Quelle: imago)

Die richtige Atem- und Sprechtechnik in sprechintensiven Berufen

Funktionelle Störungen als Ursache für Heiserkeit kommen vor allem bei Menschen in Betracht, die in sprechintensiven Berufen tätig sind. Dazu zählen unter anderem Lehrer, Erzieher oder Mitarbeiter in Call-Centern. In diesen Berufen ist die Belastung für die Stimme mitunter enorm. Richtige Atem- sowie Sprechtechnik können dabei helfen diese Belastung zu minimieren und Problemen vorzubeugen. Die Techniken lassen sich in einer logopädischen Therapie erlernen, die Sie sich bei ersten Anzeichen einer chronischen Heiserkeit vom HNO-Arzt verschreiben lassen sollten. "Häufig kommen die Leute erst sehr spät. Dann sind die Stimmprobleme mitunter schon chronifiziert.", so die Logopädin Silvia Krull gegenüber der ARD.

Tipps, damit die Stimme schnell zurückkommt

Ist die Stimme tatsächlich weg, sollten Sie vor allem zwei Dinge tun: Sprechen Sie so wenig wie möglich, und halten Sie Ihre Atemwege feucht, rät die "Ärztezeitung". Vermeiden Sie ständiges Räuspern, und flüstern Sie auch nicht, denn dieses unnatürliche Sprechen beansprucht Ihre Stimmbänder ebenfalls. Inhalieren Sie Sole oder einen Sud aus Thymian oder Salbei für freie Atemwege, empfiehlt die ARD. Gerade während der Heizperiode sollten Sie zudem für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen sorgen. Als Tipp empfehlen sich hier regelmäßiges Stoßlüften und ein Wasserbehälter in der Nähe der Heizkörper. Nasenduschen können ebenfalls helfen, da sie die Nasen- und Rachenschleimhäute wieder befeuchten. Aber auch warmen Wickeln für den Hals wird eine helfende Wirkung nachgesagt.

Verzichten Sie auf alle Fälle auf eine Selbstmedikation mit Antibiotika! Da es sich bei akuten Infekten der Luftwege in der Regel um eine Virusinfektion handele, so Prof. Dr. Frank Martin Facharzt für HNO-Heilkunde gegenüber der ARD, würden durch die Einnahme von Antibiotika die natürlichen Feinde der Viren, die Bakterien, abgetötet.

Bei Heiserkeit viel trinken

Außerdem sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, etwa anderthalb bis zwei Liter am Tag. Salbei- oder Ingwertee lindert den Halsschmerz, während Mischungen aus Isländisch Moos oder der Süßholzwurzel gegen einen möglichen Hustenreiz helfen, verrät die "Ärztezeitung". Verzichten sollten Sie hingegen auf Kaffee, Alkohol aber auch auf bestimmte Teesorten wie schwarzen Tee und Kamillen- oder Pfefferminztee, so die ARD. Auch Bonbons mit ätherischen Ölen wirken bei Heiserkeit kontraproduktiv und sollten gemieden werden, damit die Stimme schnell wieder zurückkehrt. Als bewährtes Hausmittel haben sich übrigens Halswickel bewährt, so die "Ärztezeitung": Geben Sie etwas Quark auf ein Leinentuch und schlagen es um. Auf Raumtemperatur erwärmen, um den Hals wickeln und bis zu drei Stunden mit einem Schal fixieren.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Ist die Stimme nach drei Wochen nicht wieder zurück, sollten Sie unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen, rät der Facharzt Dr. Frank Martin gegenüber der ARD: "Es könnten sich dahinter Tumore, Knötchen, aber auch Stimmbandlähmungen verbergen. Ist das ausgeschlossen, kommen eventuell funktionelle Störungen in Betracht, das heißt, die Patienten sprechen falsch."

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