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Eine Virusinfektion löst je nach Art des Virus die unterschiedlichsten Krankheiten aus. Viren suchen sich im menschlichen Körper Wirtszellen, mit deren Hilfe Sie sich vermehren können. Oft kann das Immunsystem die Erreger jedoch vorher ausschalten.
Viren können auf unterschiedlichen Wegen in den menschlichen Körper gelangen. Erkältungs- und Grippeviren werden häufig durch Tröpfcheninfektion übertragen und nisten sich dann auf der Nasen- oder Rachenschleimhaut ein. Auch über Verletzungen und über Nahrung können bestimmte Arten von Viren den Weg in den Körper finden. Das HI-Virus, das AIDS auslöst, kann beispielsweise bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder durch Kontakt mit verunreinigten Blutkonserven und Spritzen übertragen werden.
Ein gesundes Immunsystem kann bestimmte Viren abfangen, bevor sie sich im Körper einnisten. Gerade bei Erkältungsviren passiert das häufig. Der Mensch bekommt in diesem Fall gar nichts von der Virusinfektion mit, da keine Symptome auftreten.
Hat das Virus eine Wirtszelle gefunden, beginnt es mit der Einnistung. Zunächst heftet es sich an die Zelloberfläche an. Die Virushülle verschmilzt dann mit der Zellwand, und das Virus schleust seine Erbinformation in die Zelle ein. Diese produziert anschließend neue Viren, die schließlich freigesetzt werden. (Wie Sie der Vogelgrippe vorbeugen können)
Das Immunsystem kann verhindern, dass Viren an Zellen andocken. Dazu besetzen die Antikörper der Immunzellen die entsprechenden Rezeptoren der Viren und blockieren sie. Bereits befallene Wirtszellen geben einen Botenstoff an die umliegenden Zellen ab, der dort bei einem Virenbefall die Vermehrung hemmt. Außerdem werden Immunzellen angelockt, die die befallenen Zellen zerstören.
Auf diese Weise entledigt sich der Körper nach und nach der Krankheitserreger ganz von selbst, und die Virusinfektion klingt ab. Eine Erkältung ist so meist nach spätestens zwei Wochen überstanden, ohne dass eine Behandlung notwendig ist. Medikamente können lediglich die Symptome wie Husten, Schnupfen und Schmerzen lindern. Einige Erreger kann der Körper jedoch nicht allein abwehren. Dazu gehört beispielsweise das Ebola-Virus, das die Zellen so schnell zerstört, dass das Immunsystem nicht Schritt halten kann. Fälle dieser meist tödlich verlaufenden Krankheit sind allerdings aus Europa nicht bekannt. (Viren und Bakterien im Vergleich: Die Unterschiede)
Quelle: nm (CF)
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