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Ebola-Virus zählt zu den gefährlichsten Viren der Welt

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Viruserkrankungen

Ebola-Virus zählt zu den gefährlichsten Viren der Welt

18.10.2012, 16:33 Uhr | tl (CF)

Die Fakten zum Ebola-Virus sind erschreckend. Wer sich mit dem Virus infiziert, hat allenfalls eine 50-prozentige Überlebenschance. Einen anerkannten Impfstoff gegen die Krankheit, die unter anderem starkes Fieber sowie innere und äußere Blutungen hervorruft, gibt es nicht. Woher das in Zentralafrika beheimatete Virus genau stammt, konnten Forscher bis heute nicht genau klären.

Tödliches Ebola-Fieber: Überlebenschancen sind gering

Je nach Virenstamm liegt die Wahrscheinlichkeit, an einer Infektion mit dem Ebola-Virus zu sterben, zwischen 50 und 90 Prozent, berichtet der Bayerische Rundfunk (BR) in einem Bericht anlässlich einer erneuten Krankheitswelle in Uganda im Juli 2012. Identifiziert wurde das Virus erstmals 1976 und nach dem Fluss Ebola im Kongo benannt. Bis heute tritt das Ebola-Virus vor allem in Zentralafrika auf. In Deutschland gab es bisher noch keinen nachgewiesenen Fall von Ebola-Fieber.

Der Ausbruch der Krankheit erfolgt zwei bis 21 Tage nach der Infektion. Die Symptome sind zunächst einem grippalen Infekt sehr ähnlich. Neben Fieber stellen sich Hals- und Kopfschmerzen ein. Hinzu kommen jedoch auch Durchfall sowie Erbrechen, bis nach rund einer Woche äußere und innere Blutungen einsetzen. Es folgt nicht selten das Versagen von Niere und Leber. Häufig endet die Krankheit mit dem Tod – bis dahin jedoch infizieren Betroffene in der Regel weitere Menschen mit dem hochansteckenden Ebola-Virus. (Was sind Viren? Der Aufbau der Krankheitserreger)

Wie sich das Ebola-Virus verbreitet

Unter Menschen erfolgt die Übertragung über Körperflüssigkeiten wie Blut via Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Über die Luft kann das Virus hingegen nicht weitergegeben werden. Wer oder was aber der ursprüngliche Wirt ist, haben Forscher mit endgültiger Sicherheit noch nicht feststellen können. Im Fokus stehen derzeit Flughunde, berichtet Stephan Becker, Professor am Institut für Virologie an der Universität Marburg, in einem Interview mit dem Nachrichtensender n-tv. Sie tragen das Ebola-Virus in sich, ohne daran zu sterben – sie gelten damit als natürliche Träger des Erregers.

Flughunde werden laut BR auch von Menschen gegessen, wodurch der Ebola-Virus und damit auch die Krankheit in den betroffenen Gegenden immer wieder ausbricht. Auch mit dem Virus infizierte Affen sind eine Ansteckungsquelle, denn sie stehen ebenfalls auf dem Speiseplan vieler Afrikaner im Verbreitungsgebiet. (Welche Arten von Viren gibt es eigentlich?)

Impfstoffe in der Entwicklung, aber nicht zugelassen

Überlebt ein Patient die Krankheit, ist es laut Becker wahrscheinlich, dass er gegen den speziellen Ebola-Virenstamm immun ist. Allerdings sind derzeit fünf Viren-Stämme bekannt – eine erneute Erkrankung also nicht ausgeschlossen. Aufgrund der geringen Zahl an Menschen, die nicht am Ebola-Fieber sterben, lassen sich zudem keine belastbaren Erkenntnisse in dieser Hinsicht gewinnen.

Die Erforschung eines Impfstoffes ist indes schon weiter vorangeschritten. Laut Becker gibt es bereits Impfstoffe gegen Ebola, die sich als wirksam erwiesen haben. Sogar ein Heilmittel wurde erfolgreich in Tierversuchen getestet, sofern es frühzeitig verabreicht wurde. Die verwendeten Wirkstoffe sind derzeit allerdings noch nicht zur Verabreichung an Menschen zugelassen. "Egal, ob die Mittel schließlich angewendet werden oder nicht - die Tatsache, dass es bereits gegen Ebola wirksame Mittel gibt, führt zu einem großen Konflikt", erklärt Becker. Denn dass ein potenziell wirksames Mittel in akuten Fällen nicht eingesetzt werden darf, ist nicht zuletzt auch ein ethisches Dilemma. (Warum Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind)

 
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