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Reisen mit Multipler Sklerose: Tipps zur Vorbereitung

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Reisen mit Multipler Sklerose: Tipps zur Vorbereitung

08.01.2013, 15:12 Uhr | ng (CF)

Wer an Multipler Sklerose leidet, muss auf einen erholsamen Urlaub nicht verzichten. Ihre Reise sollten Sie allerdings gut vorbereiten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Sind für das Reiseziel Impfungen erforderlich, halten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt. Mit diesen Tipps wird Ihr Urlaub ein Erfolg.

Gegen alle Eventualitäten auf der Reise absichern

Damit Sie als MS-Betroffener Ihren Urlaub möglichst sorgenfrei genießen können, empfiehlt es sich, vorher zu klären, ob eine gültige Reisekrankenversicherung vorliegt. Ist dies der Fall, sollten Sie sich informieren, ob für Ihr Urlaubsziel irgendwelche Einschränkungen gelten. Ohne entsprechende Reisekrankenversicherung sollten Sie hingegen nicht ins Ausland reisen. Schließlich weiß man nie, wann aufgrund der Multiplen Sklerose ärztliche Hilfe notwendig ist.

Ein Tipp für längere Reisen: Neben dem Reisepass sollten Sie auch einen Therapiepass nicht vergessen, damit Sie alle benötigten Medikamente im Flugzeug im Handgepäck mitführen können. Im Gepäckraum der Maschine wird es häufig zu kalt, so die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Ihr Neurologe sollte zudem eine Zollerklärung ausfüllen und abstempeln, damit es keine Probleme bei der Ausfuhr der Medikamente gibt. (Gute Lebensqualität trotz Multipler Sklerose)

Ein wichtiger Tipp für längere Aufenthalte im Ausland: Lassen Sie sich von Ihrem Neurologen ein kurzes Schreiben über Ihre Krankheit ausstellen. In englischer Sprache verfasst, sollte es international verständlich sein und für den Arzt bei einer eventuell notwendigen Behandlung alle wichtigen Informationen bereithalten.

lifestyle.t-online.de: Zehn Anzeichen für Multiple Sklerose

Was Sie bei Impfungen beachten sollten

Für einige Urlaubsziele sind bestimmte Impfungen wie beispielsweise gegen Malaria oder Gelbfieber erforderlich. Wer unter Multipler Sklerose leidet, sollte vor der Impfung allerdings einiges beachten. Zunächst sollte Ihnen klar sein, dass eine Impfung Krankheitsschübe begünstigen kann. Überlegen Sie sich daher im Vorfeld gründlich, ob es unbedingt das gewählte Urlaubsziel sein muss, beziehungsweise ob der Nutzen der Impfung das Risiko eines Schubes deutlich überwiegt.

Lebendimpfstoffe sind für MS-Patienten übrigens besonders risikoreich, wie das Multiple-Sklerose-Portal "ms-kompetenz.de" berichtet. Vor allem bei Patienten, die mit einer immunsuppressiven Therapie behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko, sich mit dem im Impfstoff befindlichen Erreger anzustecken. Außerdem ist die Gefahr für Krankheitsschübe besonders hoch, sodass es sich empfiehlt, die Impfung zwei bis drei Monate vor dem Urlaub vorzunehmen. So lässt sich der Schub gegebenenfalls noch in der Heimat behandeln.

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Genauso kann ein akuter Schub auch den Impferfolg beeinträchtigen. Wichtiger Tipp: Kommt zur Behandlung des MS-Schubes Kortison zum Einsatz, sollte die Impfung frühestens drei Monate nach der Behandlung stattfinden, um sicherzustellen, dass sie wirksam ist. (Multiple Sklerose: So wird die Diagnose gestellt)

Uhthoff-Syndrom: Tipps gegen Überhitzung

Mit Urlaub verbinden viele Menschen vor allem sonnige und warme Reiseziele. Doch gerade in warmen Gefilden müssen MS-Patienten mit einigen Einschränkungen rechnen: Gerät der Körper bei hohen Temperaturen ins Schwitzen kann es bei Multipler Sklerose in zwei Dritteln der Fälle zum sogenannten Uhthoff-Syndrom kommen, bei dem der Schweiß die Nervenbahnen beeinträchtigt. Das Ergebnis sind sogenannte Pseudoschübe: Müdigkeit, Spastiken und Lähmungserscheinungen nehmen vorrübergehend zu, sind aber nicht mit echten Krankheitsschüben zu verwechseln. Sie klingen nämlich nach entsprechender Kühlung wieder ab.

Um diesem trotzdem unangenehmen Phänomen vorzubeugen, sollten Sie entsprechendes Equipment mit auf Reisen nehmen. Eine spezielle Kühlweste kann im Ernstfall schnelle Abhilfe schaffen, genauso wie Kühlpads, die Sie beispielsweise im Hotel deponieren. Auch eine kühle Dusche lindert das Uhthoff-Syndrom recht zügig. Im Reisealltag bewährt hat sich zudem helle Baumwollkleidung. Sie heißt sich kaum durch Sonnenstrahlung auf und nimmt Schweiß auf. Im Urlaub sollten Sie zudem direkte Sonneneinstrahlung meiden und sich vorwiegend im Schatten aufhalten. Meiden Sie unnötige Anstrengungen bei hohen Temperaturen. Tipp: Ideal für den Aufenthalt im Freien sind die Morgen- und Abendstunden. Beim Essen sollten Sie auf allzu scharfe und heiße Speisen verzichten.

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