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Eigentlich trinken Menschen Diät-Getränke, um sich gesünder und bewusster zu ernähren. Gerade Figurbewusste, die auf den Geschmack der Softdrinks nicht verzichten wollen, greifen zu zuckerfreien Alternativen. Allerdings sind amerikanische Wissenschaftler nun zu dem Schluss gekommen, dass solche Diät-Getränke das Herzinfarktrisiko erhöhen können.
Forscher der Miami Miller School of Medicine und des Medical Centers der Columbia University in New York um Hanna Gardner haben zu diesem Zweck eine Studie mit 2.564 Teilnehmern durchgeführt und 2012 im Fachmagazin "Journal of General Internal Medicine" vorgestellt. Über einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchten Sie, inwiefern unterschiedliche Erfrischungsgetränke das Herzinfarktrisiko beeinflussen. Das Ergebnis: Wer täglich Diät-Getränke konsumiert, dessen Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte steigt um 43 Prozent. (Lightprodukte: Warum Sie sie meiden sollten)
Diät-Getränke sollen einer US-Studie zufolge das Herzinfarktrisiko erhöhen (Quelle: PanoramiC/imago)
Warum jedoch das Risiko für Gefäßschäden steigt – und somit auch das Herzinfarktrisiko – hat für eine erregte Diskussion gesorgt, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Denn: Bislang gibt es keine plausible Erklärung dafür, warum durch den Konsum von Diät-Getränken das Herzinfarktrisiko steigen sollte. An der Auswahl der Teilnehmer der Studie soll es nicht gelegen haben, da die Wissenschaftler darauf geachtet hatten, dass die Probanden auch hinsichtlich ihrer Gesundheit vergleichbar waren.
Die Forscher denken deshalb über verschiedene Zusammenhänge zwischen dem Konsum der Diät-Getränke und dem Herzinfarktrisiko nach. Beispielsweise könnte der künstliche Süßstoff den Appetit der Teilnehmer auf andere zuckerreiche Lebensmittel erhöht haben, oder aber die Probanden griff häufiger zu ungesünderen Lebensmitteln, da sie der Meinung wären, dass sie durch die Diät-Getränke bereits viele Kalorien gespart hätten. (Die größten Irrtümer zum Thema Ernährung)
Allerdings gibt es laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auch ältere Studien, die einen Zusammenhang von Diät-Getränken und Gefäßschäden nahelegen. So soll bei einem häufigen Konsum von Diät-Getränken auch das Risiko für das Auftreten des Metabolischen Syndroms steigen – einer Störung des Fett- und Zuckerstoffwechsels. Eine dänische Studie mit 60.000 schwangeren Frauen wiederum hat aufgezeigt, dass durch Diätgetränke – im Gegensatz zu zuckerhaltigen Softdrinks – das Risiko für Frühgeburten steigt. (Stevia - Ist der zuckersüße Ersatz gesund?)
Es lässt sich also derzeit durch die genannten Studien nicht eindeutig belegen, welche Einflüsse der Konsum von Diät-Getränken tatsächlich haben kann und vor allem in welchen gesundheitlichen Bereichen die Auswirkungen sichtbar werden. Auch für süßstoffhaltige Softdrinks gilt deshalb, was für viele Lebensmittel gilt: Genießen Sie sie mit Bedacht und vor allem in Maßen. Sollten Sie schwanger sein oder zu einer medizinischen Risikogruppe gehören, klären Sie den Verzehr besser mit Ihrem Hausarzt ab.
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Quelle: me (CF)
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