05.04.2013, 14:13 Uhr | fs (CF)
Hoher Blutdruck bleibt oft unbemerkt, kann aber gefährlich werden. Betroffene sollten regelmäßig ihren Blutdruck messen, um das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte zu verringern. Erfahren Sie hier, wann und wie oft eine Blutdruckmessung sinnvoll ist. In unserer Fotoshow erfahren Sie Wissenswertes zu Symptomen, Behandlung und Vorbeugung von Bluthochdruck.
Bluthochdruck (Hypertonie) beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem der Druck in den Arterien aufgrund von Störungen im Hormonsystem, dem Herz-Kreislauf-System oder Organschäden chronisch erhöht ist. Der vom Herzschlag und den Gefäßwänden erzeugte Druck wird anhand zweier Werte in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen.
Ärzte empfehlen eine mehrmalige Blutdruck-Messung am Tag (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Der erste Wert, der systolische Wert, gibt an, wie hoch der Druck auf die Gefäße ist, wenn das Blut aus dem Herz in die Gefäße gepumpt wird. Der zweite Wert, der diastolische Wert, spiegelt den Druck auf die Gefäße wider, wenn sich das Herz mit Blut füllt. Laut Weltgesundheitsorganisation liegt ein normaler Blutdruckwert bei 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man, wenn Werte von mindestens 140/90 mmHg vorliegen.
Vor allem Menschen mit der Diagnose Bluthochdruck sollten unbedingt regelmäßig ihren Blutdruck messen. Schließlich begünstigen erhöhte Werte über 140/90 mmHg Schlaganfälle oder Herzinfarkte, wie der Kardiologe Dr. Bernhard Schwaab in einem Interview mit der Deutschen Herzstiftung erklärt. Wenn Sie Symptome wie plötzlich auftretenden Schwindel, anhaltende, schwere körperliche Erschöpfungszustände oder gar Depression bei sich oder Ihren Mitmenschen feststellen, kann dies auf Bluthochdruck hindeuten. Eine ärztliche Untersuchung gibt hier genaueren Aufschluss.
Es lohnt sich aber auch dann zum Arzt zu gehen, wenn Sie nicht genau wissen, ob Ihr Blutdruck erhöht ist. Das Gefährliche am Bluthochdruck ist nämlich sein unscheinbares Dasein. Da er nicht schmerzhaft ist, bemerken viele Betroffene den Bluthochdruck nicht oder aber erst dann, wenn ein schwerwiegendes Krankheitsbild wie etwa ein Herzinfarkt auftritt. Lassen Sie Ihren Blutdruck daher in regelmäßigen Abständen von Ihrem Hausarzt kontrollieren. Auch Apotheken bieten oft kostenlos eine Blutdruckmessung an.
Stellt Ihr Arzt erhöhte Werte fest, wird er eine auf Ihren Bedarf abgestimmte Behandlung vorschlagen. Beispielsweise können Medikamente gezielt gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Neben einer ärztlichen Therapie können Sie selbst aktiv Bluthochdruck entgegenwirken, indem Sie sich gesund und ausgewogen ernähren und Sport treiben. Wichtig ist vor allem eine salzarme und kalorienarme Ernährung, da viel Salz und fettreiche Kost den Blutdruck in die Höhe treiben.
Neben der Blutdruckmessung beim Arzt ist es durchaus sinnvoll, den Blutdruck zu Hause zu messen. Professor Dr. med. Helmut Geiger, Internist an der Universitätsklinik Frankfurt am Main, warnt laut einem Bericht des Portals aponet.de: Die alleinige Praxis-Messung ist nicht ausreichend, um eine optimale und individuelle Therapie zu bewirken. Für eine dauerhafte Senkung von Bluthochdruck ist eine regelmäßige Messung zu Hause durchaus von Vorteil, um Fortschritte in der Behandlung erkennen zu können.
Für Messungen zu Hause können Sie ein gewöhnliches Blutdruckmessgerät aus der Apotheke verwenden. Nach der ärztlichen Diagnose sollten Sie Ihre Werte dann mehrmals ermitteln. "Die Häufigkeit der Blutdruckmessung orientiert sich an den individuellen Gegebenheiten. Während der ärztlichen Diagnosephase und zu Therapiebeginn sollte der Blutdruck dreimal am Tag gemessen werden", rät Geiger.
Dies sollte gleich nach dem Aufstehen, mittags sowie nachmittags beziehungsweise abends erfolgen, denn der Blutdruck kann zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich hoch sein. Haben Sie über einen gewissen Zeitraum stabile Werte ermittelt, können Sie auch nur noch einmal täglich Ihren Blutdruck messen, aber auch dann immer noch zu verschiedenen Uhrzeiten, so Geiger weiter.
Gleichen Sie Ihre zu Hause ermittelten Werte aber auch regelmäßig mit denen Ihres Arztes ab, um bei einer Hochdrucktherapie optimale Ergebnisse zu erzielen. So vergewissern Sie sich, dass Sie den Werten trauen und eventuelle Messfehler zu Hause ausschließen können.
Häufiger müssen Sie Ihren Blutdruck nicht messen, sofern es Ihr Arzt nicht anders anordnet. Viele Bluthochdruck-Patienten sind sogar übervorsichtig und wollen zwanghaft und oft ihren Blutdruck messen. Das hat jedoch eher einen negativen Effekt. Wenn Betroffene beim Messen unter Stress stehen, stellen Sie auch öfter einen erhöhten Blutdruck fest. Dies kann wieder neuen Stress verursachen und somit den Blutdruck weiterhin in die Höhe treiben.
05.04.2013, 14:13 Uhr | fs (CF)
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