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Ansteckung und Inkubationszeit bei Scharlach

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Auch Erwachsene sind betroffen  

Ansteckungsweg und Inkubationszeit bei Scharlach

| mp (CF)

Scharlach ist vor allem als Kinderkrankheit bekannt, kann aber auch Erwachsene betreffen. Dabei besteht schon während der Inkubationszeit die Gefahr, die Krankheit weiterzugeben. Je schneller die Infektionskrankheit erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr.

Die Ansteckung mit Scharlach kann auf zwei Arten erfolgen

Die sogenannte Tröpfcheninfektion ist eine Möglichkeit der Ansteckung. Das bedeutet, dass Körperflüssigkeiten einer kranken Person beim Niesen oder Husten in die Luft gelangen. Scharlach wird durch Streptokokken-Bakterien der Gruppe A verursacht, welche über das Einatmen in den Nasen- und Rachenraum eindringen, wie die Seite "kinderaerzte-im-netz.de" erklärt. 

Ansteckung und Inkubationszeit bei Scharlach. Scharlach tritt meist bei Kindern im Vorschulalter auf. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Scharlach tritt meist bei Kindern im Vorschulalter auf. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Eine Schmierinfektion ist die weitaus seltenere Form der Ansteckung mit Scharlach. In diesem Fall befinden sich die Scharlach-Erreger auf alltäglichen Gegenständen, die ein Erkrankter benutzt hat – zum Beispiel Geschirr oder Spielzeug. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch durch verunreinigte Lebensmittel hervorgerufen werden.

Inkubationszeit bei Scharlach

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen bei Scharlach einige Tage. Meist machen sich die ersten Beschwerden nach ein bis drei Tagen bemerkbar. Nur selten dauert die Inkubationszeit länger – insgesamt sind bis zu fünf Tage möglich. Wird sofort eine Behandlung mit Antibiotika angeordnet, kann die Ansteckungsgefahr schon innerhalb von 24 Stunden vorbei sein. Werden keine Medikamente verordnet, ist Scharlach noch bis zu drei Wochen nach Ausbruch der Krankheit ansteckend.

Erste Beschwerden: oft heftig aber unspezifisch

Im weiteren Verlauf zeigen sich typische Scharlach-Symptome

  • Belegte Zunge erst weiß, dann himbeerfarben – die sogenannte Himbeerzunge
  • Hautausschlag aus roten, stecknadelgroßen Flecken. Bei wiederholter Ansteckung kann der Hautausschlag auch fehlen!
  • Sogenannter „Milchbart“ – das Dreieck um den Mund und das Kinn sind vom Hautausschlag nicht betroffen und wirkt milchig blass

Wann dürfen Kinder wieder in die Kita oder zur Schule

Bei Einnahme von Antibiotika kann das Kind in der Regel schon nach zwei Tagen wieder in den Kindergarten oder zur Schule gehen. Ohne eine medikamentöse Behandlung durch den Arzt ist der Besuch der Kita oder der Schule erst dann erlaubt, wenn die Symptome vollständig abgeklungen sind – frühestens aber nach drei Wochen. Geschwister die noch gesund sind, sollten erst dann wieder zur Schule oder in die Kita gehen, wenn es der Arzt erlaubt. 

Sollte das Kind noch Hautausschlag haben, reagieren viele Kindergärten und Schulen empfindlich, auch wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Sprechen Sie mit dem behandelten Kinderarzt über eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Ein schriftliches ärztliches Attest ist aber generell nicht erforderlich. 

Keine Immunität nach überstandener Scharlach-Erkrankung

Da es verschiedene Arten von Streptokokken-Typen der Gruppe A gibt, sind Sie nach überstandener Scharlach-Erkrankung nur gegen diese eine spezifische Art von Streptokokken immun, die Ihre Krankheit ausgelöst hat. An allen anderen Streptokokken-Varianten der Gruppe A können Sie immer wieder erkranken. Deshalb können auch Erwachsene noch Scharlach bekommen, wenn auch seltener als Kinder. Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

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