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Ob Karneval, Weihnachtsfeier oder das rauschende Sommerfest. Fließt viel Alkohol, ist der Kater am Morgen danach quasi vorprogrammiert. Gut gemeinte Tipps gegen Kopfschmerzen, Übelkeit und Co. gibt es viele, aber nicht alle helfen auch wirklich. Lesen Sie hier, was zu einem Katerfrühstück gehört und was sonst noch helfen kann.
Das effektivste Mittel, nicht verkatert aufzuwachen, ist es, einfach weniger zu trinken. Kommt dies für Sie nicht infrage, sollten Sie zumindest darauf achten, möglichst bei einem Getränk zu bleiben und nicht verschiedenste Alkoholika durcheinanderzutrinken. Zwar ist ein erhöhtes Katerrisiko durch Getränkekombinationen wissenschaftlich nicht erwiesen, aber immerhin durch zahlreiche Erfahrungswerte belegt.
Der Grund: Alkoholische Getränke enthalten Fuselöle und Methanol, die für den Kater verantwortlich sind. Je mehr Sie davon zu sich nehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es Ihnen am nächsten Morgen schlecht geht. Den Tipp, dass fettiges Essen vor oder während des Trinkens hilfreich ist, können Sie übrigens getrost vergessen. Der Alkohol gelangt so zwar langsamer in den Blutkreislauf – aber Sie können sich sicher sein, dass er letztendlich trotzdem dort ankommt. Effektiver ist es, nach jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser zu trinken. (Kalorien im Alkohol: Bier, Wein und Co. als Dickmacher)
Sind Kopfschmerzen und Übelkeit erst einmal da, ist Wasser der beste Tipp gegen den Kater. In einem Interview mit der "taz" gibt der emeritierte Professor für Innere Medizin, Manfred Singer, zu bedenken, dass Alkohol ein bestimmtes Hormon hemmt. Als Folge "gibt man mehr Wasser ab, und es kommt zu einer Dehydration. Die könnte für die Kopfschmerzen mitverantwortlich sein."
Neben Wasser fehlt dem Körper auch viel Salz, das wegen des erhöhten Alkoholgenusses über die Nieren ausgeschieden wurde. Der verbreitete Tipp gegen Kater – Rollmops und saure Gurken zum Frühstück – ist daher nicht falsch, schließlich lässt sich damit der Salzhaushalt wieder ausgleichen. Ob jemand bei Übelkeit einen Rollmops jedoch überhaupt im Magen behalten kann, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings kann auch ein süßes Katerfrühstück helfen. Der Genuss von Alkohol lässt nämlich den Blutzuckerspiegel sinken, was laut Singer ebenfalls als Katerursache infrage kommt. Eine Mischung des Katerfrühstücks aus Süß und Salzig könnte also ein idealer Tipp sein. (Hausmittel gegen Kater - Tipps und Tricks)
Ein vor allem bei Männern beliebter Tipp ist hingegen das sogenannte Konterbier. Gängige Erklärung dazu: Angeblich ließe sich hierdurch verhindern, dass der Alkoholpegel zu schnell absinke – das sei schließlich die Ursache für den Kater. Von diesem Tipp rät Singer allerdings dringend ab. Schließlich sei ein Kater die Folge einer akuten Alkoholvergiftung, die man mit einem Konterbier lediglich fortsetzen würde. Für den Magen bekömmliche Getränke wie Wasser und Tee sind dem Konterbier eindeutig vorzuziehen.
Für das allgemeine Wohlbefinden empfiehlt sich stattdessen ein Spaziergang an der frischen Luft. So gerät der Kreislauf in Schwung, der Kopf wird frei und die Katersymptome können gelindert werden. Doch verlangen Sie sich nicht zu viel ab – Überanstrengung führt schnell zur Verschlechterung des Befindens.
Quelle: fk (CF)
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