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Dekantieren, Schraubverschluss und Co: Irrtümer über Wein

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Sechs Irrtümer erklärt

Wein-Irrtümer: Atmen, Dekantieren und Co.

15.11.2012, 09:18 Uhr | nb (CF) / niw

Um das richtige Servieren und Trinken von Wein ranken sich viele Legenden. Doch welche sind wahr und welche ein Irrtum? Atmen, Dekantieren & Co: Bringt das wirklich etwas für den Genuss? Wir erklären die bekanntesten Wein-Mythen.

Irrtum 1: Jeder Rotwein muss atmen

Man lässt einen Wein atmen, indem man die Flasche bereits eine oder mehrere Stunden vor dem Verzehr öffnet und in ein möglichst bauchiges Gefäß gießt. Durch den Kontakt mit Sauerstoff kann der Wein sein Aroma voll entfalten, heißt es. Doch das Atmen tut nicht jedem Rotwein gut. Empfindliche, sehr alte Tropfen können durch die Oxidation „umkippen“ und ungenießbar werden. Ebenso wird diese Methode bei einem durchschnittlichen Wein aus dem Supermarkt nicht dazu führen, dass sich der Geschmack merklich verbessert. Auch bei Weißweinen kann sich das Dekantieren, besonders bei sehr alten Weinen, als nicht sinnvoll erweisen.

Wein-Irrtümer: Atmen, Dekantieren und Co.. Wein-Irrtum: Rotwein muss atmen und erwärmt werden (Quelle: imago\Peter Widmann)

Wein-Irrtum: Rotwein muss atmen und erwärmt werden (Quelle: Peter Widmann/imago)

Irrtum 2: Kenner erwärmen den Wein beim Dekantieren

Beim Dekantieren wird der Wein von der Flasche in eine Karaffe – auch Dekanter genannt – umgefüllt. Weinkenner halten dabei eine Kerze unter den Flaschenhals. Dies dient nicht zum Erwärmen des Weins - vielmehr wird beim Dekantieren der gealterte Wein vom Bodensatz (Depot) getrennt, der in der Flasche zurückbleiben soll. Die Lichtquelle ist dazu da, um im Flascheninneren zu beobachten, ob wirklich nur der Wein in die Karaffe fließt.

Irrtum 3: Rotwein sollte bei Zimmertemperatur getrunken werden

Dieser Irrtum entstammt einer Zeit, als die Zimmertemperatur noch weit unter 20 Grad Celsius lag. Heutzutage sind die Wohnräume oftmals zu warm, um einen Rotwein zu lagern. Der Wein wird durch zu hohe Temperaturen in seinem Geschmack beeinflusst, da der Alkohol bei Wärme sehr stark in den Vordergrund rückt. Wenn ein Rotwein wiederum zu kalt getrunken wird, kommt möglicherweise sein Bouquet nicht richtig zur Geltung. Das Portal deutscherwein.de empfiehlt deshalb für Rotwein eine Trinktemperatur von 14 bis 18 Grad Celsius.

Irrtum 4: Wein mit Schraubverschluss ist schlechter

Schraubverschluss oder Plastikkorken sind heutzutage kein Zeichen für minderwertige Qualität eines Weins. Im Gegenteil, auch viele Qualitätswinzer greifen mittlerweile bei manchen Weinsorten auf diese Verschlussarten zurück, denn sie sind günstiger, die Handhabung ist einfacher und die Gefahr, dass ein Wein störend nach Kork schmeckt, wird ausgeschlossen. Jedoch gilt auch hier: Qualitativ hochwertige Weine, die länger gelagert werden, werden noch immer mit einem Korken versehen, denn die Luftdurchlässigkeit ist niedriger und die Weine somit haltbarer.

Irrtum 5: Wein wird mit dem Alter immer besser

Das stimmt nur bedingt. Manche Weine - wie beispielsweise jene aus dem Discounter - sind nun mal für den sofortigen Verzehr bestimmt und haben eine dementsprechend kurze Haltbarkeit. Diese Weine werden auch bei längerer Lagerung nicht mehr besser als zu dem Zeitpunkt der Abfüllung - eher im Gegenteil.

Bei jedem Wein ist jedoch der Reifeprozess etwas anders. Deshalb ist es bei manchen Weinen von Nöten, sie eine gewisse Zeit unter fachkundiger Lagerung reifen zu lassen, damit sie sich qualitativ noch verbessern können. Für alle gilt jedoch: Irgendwann ist bei jedem Wein einmal die Grenze der Genieß- und Haltbarkeit erreicht - bei manchen früher, bei anderen erst nach Jahrhunderten. Hier gilt es, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Irrtum 6: Rotwein zu Käse: Ein Irrtum?

Ein weiterer Irrtum betrifft den Genuss von gutem Käse zusammen mit einem Glas guten Rebensaftes. Laut Zeit.de sind Sie jedoch nicht so gut damit beraten, einen zu intensiven Käse mit einem wertvollen Rotwein zu kombinieren. Der Wein wird vom Geschmack etwa eines Rotschimmels geradezu erschlagen, sodass das Aroma auf der Strecke bleibt. Zum Rotwein eignen sich deshalb eher junge und milde Käsesorten. Die aromatischen Käsesorten sollten Sie besser zu einem Weißwein genießen.

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