03.05.2013, 10:12 Uhr | fh (CF)
Viele Kaffeetrinker greifen mittlerweile gern zu Bio-Kaffee. Zwar kostet dieser meist mehr als konventionell hergestellter Kaffee, jedoch erfolgt der Anbau umweltverträglich und ohne chemische Zusätze. Auch die Röstung ist meist anders, was sich im Geschmack bemerkbar macht. Hier lesen Sie zudem mehr zu den einzelnen Siegeln, die Bio-Kaffee auszeichnen, und erfahren, was Fair Trade damit zu tun hat.
Beim Anbau von Bio-Kaffee stehen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit im Vordergrund. Der Kaffeeanbau soll keinen zerstörerischen Eingriff in die Natur darstellen, sondern im Einklang mit den landschaftlichen Gegebenheiten erfolgen. Ziel ist es, den Boden dauerhaft fruchtbar zu halten und die Rohstoffreserven zu schonen. Die Kaffeebauern achten darauf, nur natürlichen und keinen chemischen Dünger zu verwenden. Pestizide werden ebenfalls nicht verwendet. So ist sichergestellt, dass weder im Boden noch in den Kaffeebohnen schädliche Rückstände bleiben.
Bio-Kaffee wird meist auch schonender geröstet als herkömmlicher Kaffee. Das bedeutet: bei niedrigeren Temperaturen und über einen längeren Zeitraum. Ziel ist es, dass weniger Bitterstoffe, Säuren und schädliches Acrylamid freigesetzt werden. Kaffeetrinker bemerken dies oft am milderen Geschmack. (Kaffee rösten: So können Sie es selber machen)
lifestyle.t-online.de: Was Kaffee in unserem Körper macht
Wer sicherstellen möchte, dass er zertifizierten Bio-Kaffee kauft, sollte auf das Bio-Gütesiegel der EU achten. Die Vergabe dieses Siegels ist gesetzlich genau geregelt. Laut einem Bericht von Radio Bremen darf es nur auf Produkten verwendet werden, die laut entsprechender EG-Verordnung hergestellt wurden. Auch bei Bio-Kaffee bedeutet das, dass er mit möglichst wenig Umweltbelastung und ressourcenschonend produziert werden muss. Gentechnik, chemischer Dünger und Wachstumsregulatoren dürfen nicht zum Einsatz kommen.
Es gibt zwei offizielle Bio-Siegel, die diese Standards garantieren. Das bekanntere ist das deutsche Siegel. Es ist sechseckig mit grün-weißem Rand und trägt das Wort "Bio" mit dem Zusatz "nach EG-Öko-Verordnung". Das europäische Bio-Siegel steht für dieselben Inhalte und ergänzt das deutsche Siegel. Es zeigt ein stilisiertes Blatt, dessen Umrisse mit Sternen angedeutet werden, auf einem grünen, rechteckigen Grund. (Entkoffeinierter Kaffee: Sinnvoll oder ungesund?)
Oftmals werden die Begriffe "Bio" und "Fair Trade" in Bezug auf Kaffee irrtümlich gleichgesetzt. "Stiftung Warentest" kam jedoch 2012 bei einem Vergleich verschiedener Kaffeesorten zu dem Ergebnis: "Auch Bio ist nicht immer fair." So garantiere ein ökologischer Anbau nicht automatisch, dass dahinter auch fair gehandelten Kaffee steht. Hintergrund ist, dass das Bio-Siegel den ökologisch korrekten Anbau garantiert, während Fair Trade für faire wirtschaftliche Bedingungen für die Produzenten in den Anbauländern sorgt. Wem beides wichtig ist, der sollte daher Kaffee mit beiden Siegeln kaufen. (Fairtrade-Kaffee: Was macht ihn aus?)
03.05.2013, 10:12 Uhr | fh (CF)
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