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Bettwanzen – So erkennen und bekämpfen Sie die Parasiten

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Hartnäckige Insekten  

Bettwanzen – So erkennen und bekämpfen Sie die Parasiten

| nk (CF), anni

Bettwanzen gehören zu den unangenehmsten Parasiten überhaupt. Ob als "Souvenir" aus dem Urlaub mitgebracht oder eingeschleppt durch den Kauf gebrauchter Möbel – die Plagegeister verursachen unangenehme Bisse auf der Haut. Hier erfahren Sie mehr über Bettwanzen und wie sie sich bekämpfen lassen.

Bisse oder Stiche: Klassische Symptome von Bettwanzen

Hierzulande sind Bettwanzen kaum mehr verbreitet, tauchen aber hin und wieder in besonders unhygienischen Wohnverhältnissen auf oder werden aus dem Urlaub eingeschleppt. Die Insekten verdanken ihren Namen ihrer bevorzugten Behausung: Betten und Matratzen. In der Nacht locken Wärme, Geruch und Atem des menschlichen Körpers die Bettwanzen an. Einen Befall erkennen Menschen meist erst dann, wenn sie von den Parasiten gebissen wurden. Vor allem unbedeckte Körperbereiche wie Arme, Beine, Füße, Schultern, Nacken, Hals und Gesicht werden von den Tierchen heimgesucht.

Bettwanzen – So erkennen und bekämpfen Sie die Parasiten. Bettwanzen beißen sich in der Haut fest und saugen Blut. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bettwanzen beißen sich in der Haut fest und saugen Blut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Volksmund heißt es irrtümlich, dass Bettwanzen Stiche verursachen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Bisse. Mehrere in einer Reihe liegende rote Stellen, sogenannte Wanzenstraßen, in Verbindung mit Juckreiz, weisen auf Bettwanzenbisse hin. Bis die Stellen abgeheilt sind, vergehen meist mehrere Wochen.

Bettwanzenbisse von Flohbissen unterscheiden

Es ist gar nicht so einfach, Bettwanzen- von Flohbissen zu unterscheiden: Beide zählen zu den Blutsaugern und hinterlassen Gruppen beziehungsweise Straßen von Bissen. Während Wanzenbisse häufig gar nicht bemerkt werden, jucken Flohbisse in der Regel stärker und verursachen teilweise Papeln – erbsengroße Verdickungen – auf der Haut.

Tipp: Wenn Sie keine Haustiere besitzen, liegt es nahe, dass Bettwanzen am Werk waren – Flöhe werden hierzulande größtenteils durch Hunde und Katzen übertragen, informiert "insektenstiche.info".

Rötungen und Quaddeln richtig behandeln

Eine beruhigende Nachricht: Die Übertragung von Krankheiten konnte den Parasiten bisher noch nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden. Dennoch sollten Sie Wanzenbisse behandeln. Wenn die betroffenen Stellen geschwollen sind, starken Juckreiz auslösen und sich Quaddeln bilden, könnte eine allergische Reaktion dahinter stecken: Die Inhaltsstoffe aus dem abgegebenen Speichel führen zu der Reaktion. Kontaktieren Sie in so einem Fall einen Arzt.

In den meisten Fällen lassen sich die Bisse mit rezeptfreien Salben oder Medikamenten behandeln, die als Wirkstoffe Antihistaminika, Cortison oder Hydrocortison enthalten. Hinweis: Auch wenn es sehr unangenehm ist, sollten Sie die juckenden Stellen nicht aufkratzen. Denn im schlimmsten Fall könnte eine kleine Wunde entstehen, in der Bakterien eine Entzündung verursachen.

Bettwanzen mit bloßem Auge erkennen

Ausgewachsene Bettwanzen erkennen Sie mit bloßem Auge. Sie erreichen eine Körperlänge von 4,5 bis 8,5 Millimeter. Exemplare, die mit Blut vollgesogen sind, werden sogar noch etwas größer, so der Informationsdienst des Deutschen Umweltbundesamts. Charakteristisch für die behaarten, sechsbeinigen Parasiten ist ihre rotbraune Färbung und die sehr flache Körperform, welcher die Quälgeister auch ihren umgangssprachlichen Namen "Tapetenflunder" zu verdanken haben.

Verstecke von Bettwanzen aufspüren

Weil Bettwanzen nachtaktiv sind, bekommen Sie sie nur selten zu Gesicht. Wenn Sie einen Befall vermuten, sollten Sie nach möglichen Verstecken suchen. Die Blutsauger lauern nicht nur zwischen Matratzen und hinter Tapeten, sondern auch in Ritzen und Spalten von Möbeln, Wandverkleidungen, Fußleisten, Steckdosen, Büchern, Elektrogeräten und sogar CD-Hüllen.

Häufig lässt sich an befallenen Orten ein charakteristischer, unangenehmer süßlicher Duft ausmachen. Ebenfalls typisch für Bettwanzen: Sie hinterlassen beim Beißen Blutspuren auf der Matratze. Kotspuren finden sich in Form von kleinen schwarzen Flecken meist unter der Matratze.

Bettwanzen loswerden: Helfen Hausmittel?

Wenn Sie Bettwanzen in Ihrer Wohnung – zum Beispiel im Bett – aufgespürt haben, sollten Sie schnellstmöglich Ihre Matratze entsorgen. Wer ganz sicher gehen will, ersetzt auch das Bettgestell, denn die Tierchen wohnen überwiegend in den Zwischenräumen zwischen Gestell und Matratze.

Wenn das nicht hilft, müssen Sie einen professionellen Kammerjäger beauftragen. Da die Parasiten sehr widerstandsfähig sind, ist für die dauerhafte Bekämpfung ein aufwändiges Verfahren notwendig. Die Kosten hängen von der Art der Behandlung ab: Laut dem Portal "Bettwanzen 24" verlangen Kammerjäger für die Bekämpfung durch Insektizide 300 bis 500 Euro und für die Behandlung mit Wärme und Kälte 1.600 Euro und mehr.

Mit Hausmitteln gegen Bettwanzen vorzugehen, macht wenig Sinn. Als einzige sinnvolle Maßnahme gilt das Einfrieren von befallenen Gegenständen, was die Wanzen inklusive ihrer Larven abtöten soll. Leider passen weder Matratzen noch Möbelstücke in das Gefrierfach.

Tipps, wie Sie Bettwanzen fernhalten

Vermeiden Sie einen Bettwanzenbefall am besten im Voraus: Grundsätzlich sollten Sie Matratzen nach fünf bis acht Jahren austauschen, da sich auch Milben darin tummeln. Wählen Sie eine Matratze mit abnehmbarem Bezug, den Sie alle ein bis zwei Jahre waschen können. Außerdem sollten Sie regelmäßig Ihre Bettwäsche waschen und das Schlafzimmer täglich lüften. Schaffen Sie gebrauchte Möbel erst dann an, wenn Sie ausschließen können, dass Bettwanzen darin am Werk sind.

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