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Gebühren bei Kartenzahlung: Informieren Sie sich

| oh (CF)/ses

Bei einer Reise ins Ausland sollten Sie nicht zu viel Bargeld mit sich herumtragen. An die Stelle klassischer Reiseschecks ist in den letzten Jahren zunehmend die Kredit- oder EC-Karte als sicheres und komfortables Zahlungsmittel getreten. Allerdings sollten Sie sich vor dem Urlaub über die anfallenden Gebühren bei Kartenzahlung informieren, um zu Hause keine böse Überraschung zu erleben.

Wie hoch sind die Gebühren bei Kartenzahlung?

Auf einer Reise ins Ausland fallen möglicherweise höhere Gebühren bei Kartenzahlungen an als in Deutschland. Diese setzen sich bei Kreditkarten aus der Abhebungsgebühr (meist zwei bis drei Prozent der abgehobenen Summe) und dem Auslandseinsatzentgelt (zusätzliche ein bis zwei Prozent) zusammen. Bei EC-Karten gelten gesonderte Regelungen.

Gebühren bei Kartenzahlung: Informieren Sie sich. Kartenzahlung im Ausland ist oft nicht gebührenfrei. (Quelle: imago/peoplestock)

Kartenzahlung im Ausland ist oft nicht gebührenfrei. (Quelle: peoplestock/imago)

Zahlen mit der EC-Karte innerhalb der EU kostenlos

Es ist gut möglich, dass die Gebühren für das Zahlen mit der EC-Karte günstiger als die Gebühren für das Zahlen mit Kreditkarte ausfallen. So ist das Bezahlen mit der EC-Karte innerhalb der europäischen Währungsunion kostenfrei. Allerdings kommt in EU-Staaten, die nicht der Währungsunion beigetreten sind – dazu zählen unter anderem Norwegen und Schweden – eine sogenannte Währungsumrechnungs-Provision hinzu, die bis zu einem Prozent des abgehobenen Betrages betragen kann, mindestens aber 3,50 Euro.

Teure Gebühren bei Abhebungen im Ausland

Mit einer EC-Karte, auf der das Maestro-Symbol oder das weit verbreitete Cirrus-Symbol abgedruckt ist, können Sie im Ausland problemlos Geld am Automaten abheben. Beachten Sie aber, dass erhebliche Gebühren auf Sie zukommen. So kommen bei Abhebungen mit der EC-Karte neben der Währungsumrechnungsprovision noch Gebühren für die Abhebung an Geldautomaten hinzu, die nicht zu Ihrer Hausbank gehören. Informieren Sie sich daher im Vorfeld, mit welchen ausländischen Banken Ihre Hausbank kooperiert, um Gebühren zu sparen.

Die Gebühren dürfen allerdings in der EU nicht höher sein, als wenn Sie in Deutschland bei einer fremden Bank Geld abheben. Diese schwanken laut Kapitalfokus.de zwischen 1,95 Euro und 7,50 Euro. Da die Gebühren in Ländern außerhalb der EU nicht einheitlich sind, sollten Sie sich vor Abhebung am Geldautomaten über bestehende Gebühren informieren.

Kunden der Commerzbank im Vorteil

Wer etwa Kunde bei der Citibank ist, darf bei ausländischen Geldinstituten wie beispielsweise CIRRUS, ServiRed, Honor oder NYCE kostenlos Bargeld abheben, wie Girokontentest.de schreibt. Sind Sie Kunde bei anderen Banken, beispielsweise bei der Sparda-Bank, müssen Sie an ausländischen Geldautomaten mindestens fünf Euro plus ein Prozent des Abhebebetrags zahlen. Sollte die Transaktion außerhalb des Euro-Landes getätigt worden sein, kommen nochmal ein Prozent Auslandsentgelt dazu. Ebenso müssen Kunden der Sparkasse im Ausland mit einer Gebühr von mindestens fünf Euro rechnen. Grund ist das fehlende Kooperationsnetz mit anderen Banken.

Wer allerdings Kunde der Commerzbank ist, darf in den Ländern Spanien und Italien kostenlos an Automaten der Deutschen Bank Geld abheben. Bei der Deutschen Kreditbank (DKB) können Privatkunden mit ihrer Kreditkarte an allen Geldautomaten der Welt sogar kostenlos Geld abheben.

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Vorsicht vor versteckten Reisekosten

So halten Sie die Gebühren bei Kartenzahlung niedrig

Um die Gebühren bei einer Reise ins Ausland möglichst niedrig zu halten, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt die Gebühren für einzelne Zahlungsmittel zu vergleichen. Gerade im ferneren Ausland sollten Sie aber auf einen möglichst breiten Mix unterschiedlicher Zahlungsmittel setzen. Wenn Ihnen Ihre Bank keine Kreditkarte ausstellen will, können Sie eine Prepaid-Card beantragen und diese mitnehmen. Darauf wird ein bestimmter Betrag eingezahlt, der dann im Urlaub gebührenfrei zum Zahlen verwendet werden kann.

Zahlungsmittel kombinieren

Merken Sie sich als Faustregel: Immer mindestens zwei verschiedene Zahlungsmittel in den Urlaub mitzunehmen. Wenn Sie sich über die bestehenden Gebühren informieren und die verschiedenen Zahlungsmittel klug einsetzen, sparen Sie viel Geld.

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