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Kostenlose Smartphone-Apps sind verlockend. Doch bei jedem Download der Mini-Programme ist Vorsicht geboten. Die Gratis-Apps finanzieren sich nämlich unter anderem durch die Sammlung und Weitergabe Ihrer persönlichen Daten. Im Folgenden geben wir Tipps, wie Sie ungewünschte Ortungsfunktionen deaktivieren und Ihre Privatsphäre schützen.
Die Zahl der Smartphone-Nutzer nimmt immer mehr zu, und entsprechend steigt auch die Zahl der verfügbaren Apps. Über 600.000 kostenpflichtige und kostenlose Anwendungen stehen allein im Google Play Store und im iTunes Store, den größten digitalen Marktplätzen für Smartphone-Apps und weitere Medien, zur Verfügung. Das berichtet der Fernsehsender n-tv. Allein in Deutschland haben Smartphone-Besitzer im Jahr 2011 etwa 962 Millionen Apps auf ihre Telefone geladen, erklärt n-tv weiter. Um eine Smartphone-App kostenlos herunterzuladen, muss der Nutzer im Gegenzug seine Daten preisgeben, die zur weiteren Verwendung von den App-Entwicklern gesammelt werden – allerdings nicht nur von diesen, warnt die ARD.
Deaktivieren Sie Spionagefunktionen, um Ihre Daten zu schützen (Quelle: imago)
Wenn Sie sich eine App oder auch ein Spiel auf Ihr Telefon laden, landen gleichzeitig sogenannte Ad- oder Tracking-Module auf dem Smartphone, die den Entwicklern zeigen, wie ihre Programme verwendet werden. Hierbei können die gesammelten Daten gleichzeitig auch direkt an Werbeanbieter übermittelt werden, warnt n-tv. Denn nur auf diese Weise finanzieren sich die kostenlosen Anwendungen. Vor allem hinter kleinen, vermeintlich harmlosen Apps, die auf den ersten Blick sehr simpel wirken, können sich sogar gleich mehrere Datensammler verbergen. (Mit grünen Apps die Umwelt schützen)
Viele Apps – vor allem diejenigen, die auf dem Google-Betriebssystem Android verwendet werden – übertragen laut der "Rheinischen Post" auch GPS-Koordinaten des Smartphone-Nutzers. Das bedeutet, sie geben Informationen über den jeweiligen Aufenthaltsort des Nutzers weiter. So sammelt beispielsweise das Spiel "Angry Birds" Ihre Bewegungsdaten, sobald Sie es installiert haben, berichtet die ARD. Das beliebte Messenger-Programm "WhatsApp" wiederum spioniert die Einträge in Ihrem Adressbuch aus. Laut n-tv kündigen Android-Apps immerhin an, auf welche Daten und Funktionen sie zugreifen. Falls Sie als Benutzer damit allerdings nicht einverstanden sind, rät der Fernsehsender dazu, solche kostenlosen Smartphone-Apps gar nicht erst zu installieren.
Es ist allerdings auch möglich, bestimmte Funktionen auf Smartphones zu deaktivieren, um damit zum Beispiel den Zugriff auf Geodaten oder Kontaktdaten zu verhindern, so der Hinweis der ARD. Ob Sie eine Deaktivierung durchführen können, hängt vom Hersteller und dem Betriebssystem Ihres Smartphones ab. Auf Geräten mit dem Betriebssystem iOS (iPhone, iPad und iPod Touch) können Sie nachschauen, welche Apps in den letzten 24 Stunden die GPS-Ortungsfunktion genutzt haben. Die Vorgehensweise ist simpel: Tippen Sie das Icon „Einstellungen“ an, um danach „Ortungsdienste“ auszuwählen. Nun können Sie In der rechten Spalte festlegen, ob ganz allgemein Ortungsdienste zulässig sein sollen oder nicht. Falls Sie die Geodienste deaktivieren, kann keine App Ihren aktuellen Aufenthaltsort ermitteln. (Was taugen Fitness-Apps wirklich?)
digital.t-online.de: Stiftung Warentest entlarvt unsichere Smartphone-Apps
Alternativ können Sie die GPS-Ortung individuell für jede App erlauben. Zudem zeigt Ihr Smartphone an, welche Apps derzeit die Ortungsfunktion nutzt oder in den letzten 24 Stunden genutzt hat. Die meisten Apps erfragen beim ersten Start, ob sie Geodaten nutzen dürfen oder nicht. Bestätigen Sie nicht, wird verhindert, dass die Apps den Aufenthaltsort ermitteln können. Ob einzelne Apps auf Ihre Kontaktdaten zugreifen dürfen oder nicht, lässt sich allerdings in iOS weder kontrollieren noch festlegen.
Nutzen Sie das Google-Betriebssystem Android, können Sie unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ > „Ort“ > „Wireless“ festlegen, ob eine Ortung auf dem Gerät erlaubt sein soll oder nicht. Hier haben Sie die Wahl zwischen einzelnen Methoden der Ortung. Sie können einzeln festlegen, welche Ortungsfunktionen Sie erlauben - beispielsweise die Ortung über Wi-Fi oder Mobilfunk. natürlich lässt sich hier auch die Ortung per GPS aktivieren oder deaktivieren. (Android-Smartphones: Tipps für mehr Sicherheit)
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Quelle: th (CF)
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