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Lebensdauer von Elektrogeräten: Kürzer als möglich?

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Lebensdauer von Elektrogeräten: Kürzer als möglich?

11.09.2012, 17:56 Uhr | fs (CF)

Manchmal lässt die Lebensdauer von Elektrogeräten zu wünschen übrig. Bezahlen Sie für ein hochwertiges Produkt viel Geld, können Sie die Ausgabe später schon mal bereuen. Vor allem dann, wenn das Gerät schon nach kurzer Zeit kaputtgeht, die Garantiebedingungen aber nicht mehr greifen. Die Hersteller bauen Geräte offenbar teilweise extra so, dass sie gar nicht so lange halten und Kunden schon bald für Ersatz sorgen müssen.

Geplantes "Verfallsdatum" kommt aus den USA

Im Schnitt hält ein Handy gerade mal 18 Monate, ehe es nicht mehr funktioniert. Mit einer Vertragsverlängerung kann der Kunde das Mobiltelefon dann austauschen. Häufig halten die Geräte auch gar nicht länger und gehen oft kurz nach Ablauf der Garantie kaputt. Die Betroffenen fragen sich dann natürlich, ob die Hersteller die Lebensdauer von Elektrogeräten absichtlich einschränken - und das nicht unbegründet. Denn dieses Phänomen ist gerade auch in der Wissenschaft unter dem Begriff der geplanten Obsoleszenz bekannt. Die Idee der Obsoleszenz ist in den USA geboren, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts war die absichtlich verkürzte Lebensdauer von Elektrogeräten ein großes Thema als Gegenstrategie zu der Wirtschaftsflaute in den Dreißigerjahren. (Handy-Schäden vermeiden: Was Sie im Sommer tun können)

Lebensdauer von Elektrogeräten: Kürzer als möglich?. Ist das Verfallsdatum von Elektrogeräten wirklich geplant? (Quelle: imago)

Ist das Verfallsdatum von Elektrogeräten wirklich geplant? (Quelle: imago)

 

Hersteller begrenzen Lebensdauer von Elektrogeräten

Produkte, die lange halten, sind nun mal schlecht für das Geschäft. Aus diesem Grund verkürzen Unternehmen die Lebensdauer von Elektrogeräten künstlich. Bewiesen ist ein Fall der geplanten Obsoleszenz zum Beispiel bei Apple. Die Firma ist 2003 aufgeflogen, da sie in ihren iPod-Geräten absichtlich Akkus mit kürzerer Lebensdauer verwendete. Auch Epson hat so gehandelt. In einem Tintenstrahldrucker zählte ein integrierter Chip die Anzahl der Ausdrucke und funktionierte bei Erreichen eines bestimmten Pensums nicht mehr.

Sechs häufige PC-Fehler, die Sie ganz einfach vermeiden können

Unternehmen können mit mehr Einnahmen durch Reparatur oder Neukäufe rechnen, wenn ein Produkt nicht allzu lange hält. "Eingebaute Obsoleszenz ist bei elektrischen Gütern absolut geplant und in gewissem Sinne auch notwendig: Die hohen Investitionskosten für die Entwicklung der Produkte müssen über neuen Konsum wieder hereingeholt werden" betont Lucia Reisch, Wirtschaftsprofessorin an der Copenhagen Business School und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, in einem Bericht des BR. (Schäden vermeiden: So halten Sie Ihren Fernseher gut in Schuss)

Können Sie betroffene Geräte selbst reparieren?

Gerade im Internet mehren sich Berichte unzufriedener Käufer von Produkten, die bald nach Ablauf der Garantie kaputt gehen. In Amerika gibt es Online-Portale, über die sich Nutzer gegenseitig mit kostenlosen Reparatur-Anleitungen austauschen und selbst Hand anlegen. Das Problem: Neuerdings sind Geräte und Akkus zum Beispiel so miteinander verbunden, dass Sie sie nicht separat reparieren können. Dann heißt es nur noch wegschmeißen. Und hier nimmt die Problematik der Obsoleszenz ihren weiteren Lauf: Wenn Verbraucher immer kurzlebigere Geräte wegwerfen, vermehrt sich der Elektroschrott auf der Welt. Meist findet sich dieser in Dritte Welt-Ländern wieder. Hier verbrennen Menschen den Schrott mit all den giftigen Kunststoffen, um an die Edelmetalle zu gelangen. (Schutz vor Blitzschlag: So sichern Sie Ihren Computer bei Gewitter)

 
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