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    Europas größter Salzhersteller Esco arbeitet auf Hochtouren

    29.12.2010, 17:28 Uhr | DAPD

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    Hannover (dapd-lsa). Streusalz wird in diesem Winter nach Einschätzung von Europas größtem Salzhersteller Esco dreimal so viel nachgefragt wie im vergangenen Winter. "Unsere Standorte laufen an der absoluten Kapazitätsgrenze", sagte Esco-Produktionsleiter Klaus-Peter Breidung am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Hannover. Bereits im Sommer habe es in den drei Salzbergwerken in Rheinberg-Borth (Nordrhein-Westfalen), Grasleben (Niedersachsen) und Bernburg (Sachsen-Anhalt) Sonderschichten gegeben, um die Salzlager zu füllen. Deren Kapazität sei um 100.000 Tonnen auf 900.000 Tonnen erhöht worden. Um die große Nachfrage nach Streusalz bedienen zu können, seien in diesem Jahr 120 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt worden.

    "Seit Dezember 2009 laufen unsere Werke dreischichtig rund um die Uhr", sagte Breidung. Wegen des hohen Bedarfs an Streusalz erschließe der Mutterkonzern K+S derzeit sogar neue Standorte. An Kali-Förderstätten lasse sich zum Beispiel "mit großem Aufwand" auch Salz fördern. Breidung sagte: "Eine solche Intensität wie im vergangenen und erst recht im aktuellen Winter haben wir bisher noch nicht erlebt." Auch nach diesem Winter werde wieder analysiert, wie der Konzern die hohe Nachfrage an Streusalz weiter bedienen könne.

    Im Vergleich zu deutlich milderen Wintern sei der Bedarf an Streusalz in diesem Jahr schätzungsweise sechsmal so hoch, fügte Unternehmenssprecher Holger Bekemeier hinzu. Vielerorts habe Esco schon die vertraglich vereinbarte Menge Salz für ein ganzes Jahr ausgeliefert. Sollten die eigenen Vorräte des Salzherstellers nicht reichen, würden Lieferungen aus den USA und Chile per Schiff bestellt. Die dadurch entstehenden Zusatzkosten würden teilweise an die Kunden weitergegeben. Sofern aber ein Kunde nur die vertraglich vereinbarten Liefermengen beziehe, bleibe auch der vereinbarte Preis bestehen.

    Eine nationale Streusalzreserve einzurichten wäre aus Bekemeiers Sicht nicht sinnvoll. Zwar sei es unerlässlich, hohe Lagervorräte an Streusalz anzulegen, jedoch sollte so etwas nicht auf Bundesebene passieren, sagte der Esco-Sprecher. Dies zöge lange Bestandsaufnahmen und Entscheidungswege um die Verteilungsgerechtigkeit in den Kommunen nach sich.

     

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