30.12.2010, 09:47 Uhr | DAPD
Stuttgart (dapd-bwb). Die SPD-Landtagsfraktion will Betrügereien bei Internetgeschäften wirksamer bekämpfen. SPD-Verbraucherschutzexperte Tobias Brenner erklärte am Mittwoch in Stuttgart: "Nur wenn das Klagerecht von Verbraucherverbänden gestärkt wird, kann den unlauteren Geschäftspraktiken dreister Gauner im Internet das Handwerk gelegt werden."
Trotz nach wie vor steigender Fallzahlen beim Online-Betrug könnten sich die Bundesregierung und der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Rudolf Köberle (CDU) nicht für klare Regelungen entscheiden, bemängelte Brenner. Die vorgesehenen Schlichterstellen stellen seiner Ansicht nach keine wirksame Abschreckung für die Internet-Abzocker dar.
Rund 44 Prozent der Verbraucher in Süddeutschland sind mit der Wahrung ihrer Rechte im Internet und beim mobilen Telefonieren unzufrieden. Das geht aus der im November in Ulm veröffentlichten Studie "Süddeutscher Verbrauchermonitor 2010" hervor. Laut der Studie, die rund 1.400 Menschen in Bayern und Baden-Württemberg zu Verbraucherthemen befragte, hatte ein Viertel der Befragten schon einmal Probleme mit einem Internethändler.
Rund einem Drittel der Internetnutzer in diesen Bundesländern sei außerdem schon mindestens einmal ein vordergründig als kostenlos beworbenes Internetangebot später berechnet worden.
Quelle: DAPD
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